Ana Laibach 

Mit dem zum siebten Mal verliehenen Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung unterstützen die Stadt und die Stiftung professionelle Künstler*innen mit einem Bezug zu Mannheim und der Region. Durch die Vergabe des aktuellen Preises im Bereich Malerei

/Zeichnung an Ana Laibach und Amadeus Certa wurde sowohl die Arbeit einer etablierten Künstlerin als auch diejenige eines bereits vielbeachteten jungen Künstlers gewürdigt. Gemeinsam präsentieren sie ihre Arbeiten unter dem Titel „Wenn Tiger schießen lernen“ in Port25 – Raum für Gegenwartskunst.

Ana Laibach setzt sich in ihren Gemälden, Drucken und Keramiken mit unserer Lebenswelt auseinander. Jenseits des Abbildhaften erschafft sie eine sehr ausdifferenzierte künstlerische Welt, die einen poetischen Zugang zur realen Welt offenhält. Bewusst und oftmals auch augenzwinkernd beschreitet sie diesen künstlerischen Umweg, um zu sortieren, was sich nicht umstandslos begreifen oder ertragen lässt.

Auch der eine Generation jüngere Amadeus Certa arbeitet figurativ. Er bedient sich klassischer Genres und Motive, um traditionelle Perspektiven und Raumwahrnehmungen der Malerei aufzubrechen und eine eigene Welt zu schaffen, in der das Zusammenspiel von Figur und Form sowie Linie und Fläche immer wieder verschiedene Gewichtungen erfährt.

Ana Laibach (*1966 in Braunschweig) studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Kommunikation an der Universität Hildesheim, sowie Malerei an der Staatlichen Kunstakademie Karlsruhe als Meisterschülerin von Prof. Max Kaminski. Sie lehrt als künstlerische Mitarbeiterin an der Universität Landau-Koblenz.

Die Radiotagebücher und der Hund

 

23.06. – 26.08.2018

 

Parallel zur Schau in der Ausstellungshalle befasst sich auch die Ausstellung im Foyer von Port25 mit dem Medium Buch. Die beiden Künstler nutzen das Format im traditionellen Sinn, um Geschichten zu erzählen. Ihre Erzählungen richten sich auf den ersten Blick an Kinder – doch der

Eindruck täuscht.

Ana Laibach zeichnet in ihren Radiotagebüchern Lüm, Pum, Rastplatz, Anatol und die ganze Bande, stoffgewordene Figuren aus dem Kinderzimmer, und setzt sie in Beziehung zu Themen und Textfragmenten aus den tagesaktuellen Nachrichten. Das tägliche Zeichnen dient der Übung, der künstlerischen Selbstvergewisserung, ist zugleich aber auch die Bestätigung, dass eine Beziehung zwischen dem Persönlichen und dem Weltgeschehen besteht.

Zur Website der Künstlerin: hier

 

 

100>1000 Hundert unter Tausend

 

18.11.2017 – 04.02.2018

 

Kunstkauf ist kein Privileg der Reichen! Zum Jahreswechsel bietet Port25 – Raum für Gegenwarts-kunst Originalkunstwerke und Editionen zum Kauf an. Den damit verbundenen Rollenwechsel vom Ausstellungshaus für Gegenwartskunst mit einem Fokus auf das Kuratorische zum kommerziellen Galeriebetrieb nehmen wir als Herausforderung gerne an, um unsere eigene Position im Kunstbetrieb kritisch zu hinterfragen.

Wer sich für ein Kunstwerk begeistert, lässt sich meist von einer Leidenschaft leiten, die gelegentlich zum Impuls der Begehrlichkeit führt. Mit dem Erwerb des Ersehnten wiederum entscheidet man sich für eine langjährige und anregende Beziehung, aus der nicht selten neues Wissen und unverhoffte Erkenntnisse folgen. Indem man sich in die erworbene Arbeit vertieft eignet man sich nach und nach weitere Kenntnisse an und stellt Bezüge her – zu anderen Arbeiten des jeweiligen Künstlers, zu seinen Zeitgenossen und gegebenenfalls zu philosophischen oder gesellschaftlichen Fragestellungen. Vielleicht entsteht aus diesem Interesse heraus sogar eine Sammlung? 

 

Wir teilen Ihre Begeisterung für aktuelle Kunst und haben Arbeiten von hoher Qualität ausge-wählt, die das oben beschriebene Beziehungspotenzial haben. Präsentiert werden Werke von Künstlern, die dem Haus in besonderer Weise verbunden sind und zumeist bereits hier ausgestellt haben.

 

Gute Kunst gibt es in allen Preisklassen – wir offerieren 100 Kunstwerke für jeweils maximal 990 Euro. Durch die Verkaufsausstellung fördert Port25 die teilnehmenden Künstler auf direkte Weise:

90 Prozent des Erlöses gehen unmittelbar an den jeweiligen Künstler.

PORT25 meets B-Seite

 

18.03. – 07.05.2017

 

Ana Laibach *1966 in Braunschweig geboren

 

Ana Laibach überträgt das aus Vinylzeiten stammende Konzept von A- und B-Seite auf die beiden Seiten einer frei im Raum stehenden Wand. Während sich auf der Schauseite Atomraketen im Viererrapport aneinanderreihen und zu einem großflächigen Kommentar zur Gefahrenlage der Welt

verdichten, verbirgt sich auf der Rückseite die sehr ausdifferenzierte künstlerische Welt Ana Laibachs. Sie zeigt Zeichnungen, Gemälde, Keramiken und Objektcollagen als Gesamtkunstkonzept.

Während uns der Titel der Frontseite damit zu beruhigen versucht, dass auch morgen die Sonne wieder scheint, führen uns die lapidaren, dem Objekt aber dennoch zärtlich verbundenen Kommentare neben toten Insektenkörpern oder auf bemalten Wandtellern immer tiefer in eine Welt, die vergeblich Ordnung verspricht, wo keine zu erwarten ist.

Zur Website der Künstlerin: hier

 

Fotos: Ana Laibach, „Am liebsten sieht es Boxen“; „Ein Schritt voraus“; „Bauer sucht Frau“. 

     © PORT25  

Hafenstraße 25-27   68159 Mannheim   Tel. 0621 33934397

Mi — So 11 – 18 Uhr

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