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 aktuelle ausstellung 
 

 

LUIGI TOSCANO. KANAKENKINDER

 

28.03. - 14.06.2026

​​

 

Begrüßung: Dr. Boris Weirauch, MdL
Lesung und Gespräch: Luigi Toscano und Evein Obulor

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Foto: Lukas Überhuber​​​

Luigi Toscano präsentiert unter dem Titel „Kanakenkinder“ seine jüngste Werkgruppe: großformatige Porträts von Menschen mit migrantischen Perspektiven. Die Ästhetik seiner Bildsprache hat sich verändert, es bleiben die Gesichter, denen wir gegenübertreten und deren Blicken wir uns nicht entziehen können.

 

Toscano knüpft hier an seine großformatigen Porträts von Überlebenden des Holocaust an – frontal,

vis-à-vis, unausweichlich –, die er weltweit im öffentlichen Raum zeigt. „Lest We Forget / Gegen das Vergessen“ ist gewissermaßen sein fortlaufendes Lebensprojekt geworden. Luigi Toscano ist

unterwegs – um die Zeitzeugen zu treffen, sie zu fotografieren, ihre Geschichte zu hören und aufzuzeichnen. Er zeigt die Menschen, die damals Kinder waren, als ihnen die Kindheit geraubt wurde. Und er erzählt ihre Geschichten, damit sie nicht vergessen werden, damit wir niemals vergessen. Mit den Fotografien zu „Lest We Forget / Gegen das Vergessen“ reist Luigi Toscano in alle Welt,um von den Begegnungen zu erzählen, um aufzuklären und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

 

Einer Ausstellung im öffentlichen Raum kann man sich kaum entziehen, Reaktionen gibt es in allen Varianten. Was klein anfing, ist mittlerweile zu einem weltumspannenden Projekt geworden, Luigi Toscano ist zum Botschafter für die Erinnerung und gegen das Vergessen geworden. Denn miteinander reden, einander zuhören – das ist der Ausgangspunkt für ein friedliches und respektvolles Miteinander. Von der UNESCO wurde Toscano zum Artist for Peace ernannt.

 

Soweit, so bekannt. Wer aber ist Luigi Toscano? Der Mensch hinter dem Projekt? Er hat sein Leben aufgeschrieben. Das Buch „Luigi Toscano. Kanakenkind“ erschien im März 2026 im Herder Verlag.

Es tut weh, das zu  lesen: Das Kind italienischer Einwanderer – „Gastarbeiter“ –, geboren 1972 in Mainz, als Kanakenkind beschimpft, herumgereicht in Heimen und Einrichtungen, findet über die Fotografie einen Ausweg aus Gewalt, Vernachlässigung, Drogen und Straße. Es ist eine Suche nach

sich selbst, schmerzhaft, voller Tiefen, aber auch voller Höhen und es gibt vor allem Hoffnung.

Im Buch verknüpft Toscano seine Geschichte mit der Suche nach der Identität von Anna Strishkowa (geb. Iwanowa) aus Kiew, die 1943 als Kleinkind von den Deutschen verschleppt und nach Auschwitz deportiert
wurde.

 

Auch hier steht die Frage nach dem Wer-bin-ich im Raum. In der Ausstellung verbindet Luigi

Toscano das Buch – seine Lebensgeschichte – mit der der Porträtierten. Kinder, Frauen, Männer, aus Syrien, Ägypten, Puerto Rico und anderen Gegenden der Welt. Menschen, die in Mannheim und Umgebung
leben. Welche Geschichten haben sie zu erzählen? Wer hört ihnen zu? Und was sagen diese Geschichten über unsere Gesellschaft? Über uns?

 

Luigi Toscano. Kanakenkind Herder Verlag,

2026, ISBN 978-451-39907-7, 30 €

Im Bookshop im PORT25 erhältlich

 

 

 

Termine​​​​

 

 

 ERÖFFNUNG ​​

Freitag, 10. April 2026 | 19 Uhr

Extrablatt: Franz Schömbs

Freitag, 31. Juli 2026 | 19 Uhr

Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung

Hauptpreisträger: Konstantin Voit

Freitag, 27. November 2026 | 19 Uhr

Deltabeben. In Kooperation mit dem Mannheimer Kunstverein und der Kunsthalle Mannheim

VERANSTALTUNGEN IM PORT25 ​​

Freitag, 11. April 2026 | 18 Uhr

Lange Nacht der Innovation und Kultur – entdeckt Mannheims Ideen von morgen!

Freitag, 17. April 2026 | 19 Uhr

elektrosmog Konzert: Mathieu Sylvestre. Experimental/Drone

Donnerstag, 23. April 2026 | 19 Uhr

BBK Werkgespräch #17 mit Marek Walczak und Martin Weyers

Eintritt frei

 FÜHRUNGEN 
Donnerstag, 09. April 2026 | 18 Uhr
Führung in türkischer Sprache mit Melek Kilic
Sonntag, 19. April 2026 | 15 Uhr
Führung in deutscher Sprache mit Kim Behm
Sonntag, 26. April .2026 | 15 Uhr
Führung in russischer Sprache mit Anna Siebert
Sonntag, 17. Mai 2026 | 15 Uhr
Führung in deutscher Sprache mit Sofja Burczyc
Sonntag, 14. Juni 2026 | 15 Uhr
Führung in deutscher Sprache mit Kim Behm

 VORTRAGSREIHE UND AUSSTELLUNG: FRANZ SCHÖMBS (Eintritt frei) 

Freitag, 10. April 2026 | 19 Uhr

Eröffnung der Ausstellung

Donnerstag, 16. April 2026 | 19 Uhr

Silvia Köhler gibt einen Überblick über Franz Schömbs' 

Biografie und seine Kunst

Donnerstag, 30. April 2026 | 19 Uhr

Thomas Worschech verortet die Filme von Franz Schömbs

in den Kontext des deutschen Experimentalfilms

der 1950er-Jahre

Donnerstag, 07. Mai 2026 | 19 Uhr

Lou Burkhart schildert die Herausforderungen 

von denen sie bei der Restaurierung und Digitalisierung

der verschiedenen Filmversionen 2022 stand

Donnerstag, 28. Mai 2026 | 19 Uhr

Prof. Dr. Henry Keazor ordnet Schömbs' Filmarbeiten

in den kunsthistorischen Kontext ein

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