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Bilder des Wohnens


Roman Bezjak, Axel Grünewald, Eyal Pinkas,
Emanuel Raab, Marco Vedana, Suse Wiegand

12. Oktober 2019 bis 05. Januar 2020

Eröffnung am Freitag, 11. Oktober 2019 um 19 Uhr

Mannheim, den 25. September 2019 — Während zurzeit über Wohnungsnotstand und Mietpreis-Explosionen diskutiert wird, präsentiert Port25 – Raum für Gegenwartskunst unter dem Titel „Bilder des Wohnens“, ästhetische, philosophische, kunst- und bildimmanente Bezüge zu Architektur, Raum und Wohnen.

 

Basierend auf einem Forschungsprojekt der Fachhochschule Bielefeld zum Thema „Erkenntnisformen der Fotografie“, haben wir sechs Künstler*innen eingeladen, die sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Thema „Bilder des Wohnens“ auseinandersetzen.

 

Axel Grünewald betrachtet vor dem Hintergrund der Wanderungsbewegungen in Richtung Europa soziale und kulturelle Räume in den Küstenregionen Nordmarokkos und Südspaniens. In seiner Arbeit „Bankett“ deutet er Architektur und Topographie als Zeichen des Transitorischen. Anhand ihres architektonischen Erbes erforscht Roman Bezjak die gesellschaftlichen Utopien des 20. Jahrhunderts und ihren Status Quo, beispielsweise in Taschkent. Hier wurde in den 1960er Jahren die Vision einer idealen Stadt im Sinne der sowjetischen Moderne umgesetzt. „Luoghi tedeschi“, „Deutsche Orte“, nennt Marco Vedana eine Bildserie, die er zu einer Typologie deutschen Stadtraums zusammenfügt.

 

Während Marco Vedana und Roman Bezjak über eine Analyse der architektonischen Form kulturelle Eigenheiten hervorheben, trennt Emanuel Raab die Detailaufnahmen von Gebäuden bewusst von ihren zeitlichen, geografischen und architektonischen Zusammenhängen. Größenrelationen, Maßstab oder räumliche Orientierungen werden ausgeblendet. Auch Eyal Pinkas hebt mit seinen temporären Raumskulpturen Alltägliches aus dem gewohnten Zusammenhang. Gegenstände erfahren überraschende Variationen sowohl in ihrer Gestalt als auch durch ihre Position im Raum.

Suse Wiegand transformiert in ihrer filigranen und zugleich raumgreifenden Installation die Funktion von Objekten zu ganz neuen Bedeutungsebenen. Ein Sieb ist eben mehr als ein nur ein Sieb.

 

Die Schau wird gefördert mit Mitteln der Hypokulturstiftung und ist vom 12. Oktober 2019 bis 5. Januar 2020 in Port25 – Raum für Gegenwartskunst zu sehen.

Kirchner Hochtief


Evakuiert das Ich-Gebäude

11. Mai bis 22. September 2019

Eröffnung am Freitag, 10. Mai 2019 um 19 Uhr

Kirchner Hochtief beschreibt zugleich die Band, das Künstlerkollektiv und das Wirtschaftsunternehmen um den Musiker David Julian Kirchner. Port25 – Raum für Gegenwartskunst präsentiert ihr Debutalbum „Evakuiert das Ich-Gebäude“ im Rahmen einer multimedialen Ausstellung.
 

Ist der Popmusiker nicht Künstler, sondern Dienstleister, stets produktives Produkt, immer in Perfektion, immer an der Oberfläche?
 

Auf der Suche nach der Kunst im Pop und der Kreativität in der Wirtschaft entwickelt David Julian Kirchner mit Kirchner Hochtief eine eigene künstleri- sche Form, die die Wechselwirkungen von Pop, Kunst und Kreativwirtschaft reflektiert. Das Debut-Album der Band Kirchner Hochtief erscheint dement- sprechend nicht nur als Tonträger. „Evakuiert das Ich-Gebäude“ analysiert vermarktungsrelevante Elemente erfolgreicher Musiker des Popbusiness, wie Videos, Artworks, Fotografien, Performances, Frisuren, Texte, Zeichen und Skandale und präsentiert diese jeweils als eigene künstlerische Form. Über 100 Beteiligte versammeln sich um den Künstler David Julian Kirchner, der sich selbst als CEO des Weltkonzerns Kirchner Total und damit als Chef eines gigantischen Pop-Imperiums bezeichnet. Gemeinsam entwickeln sie eine Konsum-Utopie, die übliche Vermarktungsstrategien beschleunigt und überspitzt. So präsentiert die Ausstellung parallel zum Release des Albums bereits den Remix.
 

Das Potential dieser Form des Akzelerationismus manifestiert sich auch jenseits der künstlerischen Form: David Julian Kirchner hat unmittelbar vor Ausstellungsbeginn einen Plattenvertrag bei einem renommierten Platten-label unterschrieben.

Ana Laibach und Amadeus Certa
Die Preisträger des Mannheimer 
Kunstpreises 
der Heinrich-Vetter-Stiftung
 

präsentieren: Wenn Tiger schießen lernen​

27. Januar bis 17. März 2019

 

Eröffnung: Samstag, 26. Januar 2019 um 19 Uhr

Es sprechen:

Bürgermeister Michael Grötsch

Prof. Dr. Peter Frankenberg (Heinrich-Vetter-Stiftung)

Stefanie Kleinsorge (Port25 – Raum für Gegenwartskunst)

Mit dem zum siebten Mal verliehenen Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung unterstützen die Stadt und die Stiftung professionelle Künstler*innen mit einem Bezug zu Mannheim und der Region. Durch die Vergabe des aktuellen Preises im Bereich Malerei/Zeichnung an Ana Laibach und Amadeus Certa wurde sowohl die Arbeit einer etablierten Künstlerin als auch diejenige eines bereits vielbeachteten jungen Künstlers gewürdigt. Gemeinsam präsentieren sie ihre Arbeiten unter dem Titel „Wenn Tiger schießen lernen“ in Port25 – Raum für Gegenwartskunst.

 

Ana Laibach setzt sich in ihren Gemälden, Zeichnungen, Drucken und Keramiken mit unserer Lebenswelt auseinander. Jenseits des Abbildhaften erschafft sie eine sehr ausdifferenzierte künstlerische Welt, die einen poetischen Zugang zur realen Welt offenhält. Bewusst und oftmals auch augenzwinkernd beschreitet sie diesen künstlerischen Umweg, um zu sortieren, was sich nicht umstandslos begreifen oder ertragen lässt. Auch der eine Generation jüngere Amadeus Certa arbeitet figurativ. Er bedient sich klassischer Genres und Motive, um traditionelle Perspektiven und Raumwahrnehmungen der Malerei aufzubrechen und eine eigene Welt zu schaffen, in der das Zusammenspiel von Figur und Form sowie Linie und Fläche immer wieder verschiedene Gewichtungen erfährt.

 

Ana Laibach (*1966 in Braunschweig) studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Kommunikation an der Universität Hildesheim, sowie Malerei an der Staatlichen Kunstakademie Karlsruhe als Meisterschülerin von Prof. Max Kaminski. Sie lehrt als künstlerische Mitarbeiterin an der Universität Landau-Koblenz.

 

Amadeus Certa (* 1992 in Mannheim) hat das Studium der Malerei und Graphik 2016 an der Kunstakademie Düsseldorf mit Auszeichnung abgeschlossen und ist Meisterschüler von Prof. Siegfried Anzinger. 

Considering Finland

Kenneth Bamberg, Elina Brotherus, Ilkka Halso, Riitta Ikonen & Karoline Hjorth, Jaakko Kahilaniemi, Tellervo Kalleinen & Oliver Kochta

Kalleinen, Sanna Kannisto, Ville Lenkkeri, Aurora Reinhard, Anna Reivilä, Mikko Rikala, Iiu Susiraja, Nestori Syrjälä, Pilvi Takala

In Kooperation mit dem Kunstverein Ludwigshafen und dem Finnland-Institut in Deutschland.

10. November 2018 bis 13. Januar 2019

Eröffnung: Freitag, 09. November 2018, 19 Uhr

Die beiden diesseits und jenseits des Rheins liegenden Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst, der Kunstverein Ludwigshafen und Port25 – Raum für Gegenwartskunst, präsentieren ein gemeinsames Ausstellungsprojekt mit aktueller Kunst aus Finnland. Mit 14 künstlerischen Positionen aus den Bereichen Fotografie, Video und Installation bieten sie einen Einblick in die Kunstszene Finnlands. Die Vielfalt möglicher Themen und Fragestellungen wurde auf zwei Themenkomplexe verdichtet, die den inhaltlichen Rahmen der jeweiligen Präsentation beschreiben: jeder Ausstellungsort fokussiert auf ein Feld.

Die Ausstellung im Kunstverein Ludwigshafen setzt sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Verhältnis von Mensch und Natur auseinander. Es ist für die aus dem bevölkerungsarmen und waldreichsten Land Europas stammenden Künstlerinnen und Künstler ein naheliegendes Sujet. Ihr Blick geht jedoch über das an Seen, Flora und Fauna reiche Land hinaus und stellt die Beziehung zwischen Mensch und Natur in einen globalen Kontext her. Die Ausstellung in Port25 – Raum für Gegenwartskunst verweigert sich bewusst dem Thema der Natur und richtet den Blick auf den Menschen in seinem politischen, ökonomischen, sozialen und sexuellen Umfeld. Die künstlerischen Positionen deuten auf kulturelle Dispositionen und Normierungen des Individuums innerhalb einer Gesellschaft, die auf nicht erreichbaren Maximen, wie permanentem Erfolg, dauerhafter Anerkennung und grenzenlosem Wachstum basiert.

Bildliche Traditionen, geographische Strukturen oder sozio-politische und infrastrukturelle Faktoren sind die Basis einer gedanklichen Konstruktion, die künstlerisches Schaffen unter einem nationalen Aspekt zusammenfasst. Mittels einer Perspektive, die sich dieser Traditionen und Faktoren teilweise bedient, die jedoch Klischees entweder ironisch bricht oder den Blick weit über die nationalen Grenzen hinaus auf eine globalisierte Gesellschaft richtet, möchten die Ausstellungen hiesige Perspektiven erweitern und einen Beitrag zum deutsch-finnischen Kulturdialog leisten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in der Edition Cantz zum Preis von 14 €.

Vom 9. - 25. November findet in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg das 

Festival Kultur aus Finnland statt.

Ungeborenen Elefanten ins Maul sehen
oder von der schönen Ordnung der Dinge

Angelika Arendt, Michael Bacht, Ulrich Bechtold, Daniel T. Braun, Simone Demandt, Benjamin Ditzen, Gisela Kleinlein, Laura Kuch, Gerardo Nolasco Magaña, Nicolas Reinhart, H+T Stegmayer,

Caro Suerkemper

​​

Eröffnung: Freitag, 14. September 2018, 19 Uhr

15. September bis 28. Oktober 2018

Am Beginn des modernen Kunstmuseums stand die Auflösung der fürstlichen Wunderkammer. Mit der Öffnung der einst privaten Sammlungen für ein Publikum ging eine Abkehr vom alten Stil des Sammelns einher: Die Bühne der Welt wurde in Raumfolgen nach Stilen und Schulen angeordnet, der gute Geschmack und die Werke der Bildenden Kunst kanonisiert. Die Neugierde auf Entdeckungen in Sammlungen von Münzen, Skulpturen, Versteinerungen, ausgestopften Tieren, gepressten Pflanzen, ethnographischen Rara und Rarissima machte dem Zwang zur normierten elitären bürgerlichen Bildung Platz.


Die Kunst des 20. Jahrhunderts entzog sich der durch die Disziplin der Kunstgeschichte definierten musealen Norm und produzierte Prozessuales, Immaterielles, Vergängliches und Außermuseales. Zurzeit erarbeiten Kunstmuseen digitale Strategien, während in der künstlerischen Praxis vielfach ein erneutes Interesse an Strukturen zu beobachten ist, die sich in der nichtdigitalen Welt abspielen. Die Begeisterung an langfristigen Beobachtungen, Experimenten und der aufwendigen Verarbeitung von Material steht dem rein Kuratorischen als Auswahl aus dem immer bereits digital Vorhandenen gegenüber. Die Ausstellung „Ungeborenen Elefanten ins Maul sehen oder von der schönen Ordnung der Dinge“ zeigt aktuelle künstlerische Positionen, die sich mit der Struktur und (Un)ordnung von Dingen befassen.

Angelehnt an alte Konzepte des Sammelns wird für die Ausstellungspräsentation eine Szenographie entwickelt, die die überbordende Vielfalt der künstlerischen Welt sichtbar machen soll.

Will Sohl – Artists' Books Reloaded

23. Juni bis 26. August 2018

 

In Kooperation mit den Künstlernachlässen Mannheim und dem Zentrum für Künstlerpublikationen in der Weserburg-Museum für moderne Kunst, Bremen

 

Die Ausstellung verbindet eine retrospektive Sicht auf die Künstlerbücher Will Sohls (1906 – 1969) mit einem Blick auf unsere Gegenwart. Hierzu wurden in einem Open Call KünstlerInnen gesucht, die auf der Basis der Künstlerbücher Sohls eine eigene künstlerische Recherche initiierten. Der Call war in Bezug auf Format, Medium und Präsentationsform ergebnisoffen.

 

Einerseits wird dem Werk des in Ludwigshafen am Rhein geborenen Künstlers Will Sohl, der bis 1936 in Mannheim lebt und dem der ortsansässige Kunstverein 1928 die erste Ausstellung ausrichtet, mit der Ausstellung und der zur Ausstellung erscheinenden Publikation erneut Aufmerksamkeit gewährt. Andererseits werden Verbindungen zu den gegenwärtigen Möglichkeiten des Mediums Künstlerbuch aufgezeigt und eine unmittelbare Beziehung zwischen den unterschiedlichen künstlerischen Strategien und Haltungen ermöglicht.

Die Ausstellung wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg gefördert. 

 

Die Radiotagebücher und der Hund

von Ana Laibach und Felix Wargalla

23.06. – 26.08.2018

Eröffnung: Freitag, 22. Juni 2018, 19 Uhr im Foyer

 

Ana Laibach (*1966 in Braunschweig) zeichnet in ihren Radiotagebüchern Lüm, Pum, Rastplatz und Anatol, stoffgewordene Figuren aus dem Kinderzimmer, und setzt sie in Beziehung zu Themen und Textfragmenten aus den tagesaktuellen Nachrichten. Felix Wargalla (*1990 in Köln)entwickelt in seinen Buchobjekten fantastische Erzählungen in denen sich Text und Grafik auf hintergründige Weise miteinander verschränken. 

Will Sohl - Artists' Books Reloaded

23. Juni bis 26. August 2018

Philipp Morlock - out of

 

21.04. – 03.06.2018

Eröffnung 20.04.2018

 

Die Ausstellung zeigt künstlerische Konversionsprozesse, die ihren Ausgangspunkt in den ehemaligen US-amerikanischen Kasernenflächen in Mannheim nehmen. Während der letzten fünf Jahre nutzt der Bildhauer Philipp Morlock die entstandenen Leerstände auf den Turley und Taylor Barracks sowie aktuell auf dem ehemaligen Wohngelände der US-Armee, dem Benjamin Franklin Village, als Atelierflächen. Die besondere Atmosphäre der Umwandlung, die von diesen Arealen ausgeht und die Hinterlassenschaften der Amerikaner haben sich in Philipp Morlocks Arbeit verdichtet.

 

Aus dem vorgefundenen Material erschafft der Künstler neue Formationen. So werden für das Ausstellungsprojekt Halleneinbauten von Soldaten dekontextualisiert und in dem Ausstellungssetting außerhalb des ehemaligen Kasernengeländes zu einer begehbaren Installation aufgebaut: Wandelemente werden zerlegt, neu zusammengefügt und ausgerichtet bis ein neuer begehbarer Ort entsteht.

 

Die Nutzung der ehemaligen Kasernenareale durch die US-Armee gehört bereits der Vergangenheit an, während der Einzug der neuen Stadtteilbewohner in die gerade entstehenden Siedlungen noch bevorsteht. Die daraus hervorgehende besondere Atmosphäre der Konversion ist einzigartig und in ihrer Zeitlichkeit begrenzt. Der Künstler greift in den Konversionsprozess ein, arbeitet mit dem Zerfall und bietet ein temporäres Gegenmodell.

 

Das “out of...” kann somit umso mehr in ein “into...” weitergeführt werden.

Philipp Morlock - out of

17. April bis 03. Juni 2018

Public Possession Katalog (01) Präsentation 

 

21.04. – 03.06.2018

Eröffnung 20.04.2018, 19 Uhr im Foyer

Konzert Public Possession & Konrad Wehrmeister Live

Freitag, 20.04.2018, 22:30 Uhr

Im Mittelpunkt der Ausstellung des Münchner Multimedia Labels Public Possession steht die Präsentation des neuen Katalogs mit einer Übersicht über die bisherigen Artworks, Party Flyer und Poster. Hierfür verändern die beiden Gründer von PP, Valentino Betz und Marvin Schuhmann das Foyer von Port25 – Raum für Gegenwartskunst durch atmosphärische Eingriffe und manifestieren so eine Verbindung zwischen Kunst- und Clubszene. Ein interdisziplinärer Ansatz ist die Grundlage der künstlerischen Praxis von PP, seit sich Betz und Schuhmann im Jahr 2012 zusammengefunden haben, um ihre weitreichenden Interessen von Musik, Text und Grafik Design bis zur bildenden Kunst zusammenzuführen. Mit dem hauseigenen Recordlabel und dem Public Possession Shop verfügen sie über eine Präsentationsplattform, auf der sie mit internationalen Künstlern verschiedener Sparten zusammenarbeiten. Die Hörstation im Foyer von Port25 wird einen akustischen Eindruck ihrer Arbeit vermitteln.

In Kooperation mit Jetztmusik Festival

über kurz oder lang

 

Ein Projekt von Mirko Müller und Jonas Gieske

 

17.02. – 08.04.2018 

 

 

Kunstkauf ist kein Privileg der Reichen! Zum Jahreswechsel bietet Port25 – Raum für Gegenwartskunst Originalkunstwerke und Editionen zum Kauf an. Den damit verbundenen Rollenwechsel vom Ausstellungshaus für Gegenwartskunst mit einem Fokus auf das Kuratorische zum kommerziellen Galeriebetrieb nehmen wir als Herausforderung gerne an, um unsere eigene Position im Kunstbetrieb kritisch zu hinterfragen.

Wer sich für ein Kunstwerk begeistert, lässt sich meist von einer Leidenschaft leiten, die gelegentlich zum Impuls der Begehrlichkeit führt. Mit dem Erwerb des Ersehnten wiederum entscheidet man sich für eine langjährige und anregende Beziehung, aus der nicht selten neues Wissen und unverhoffte Erkenntnisse folgen. Indem man sich in die erworbene Arbeit vertieft eignet man sich nach und nach weitere Kenntnisse an und stellt Bezüge her – zu anderen Arbeiten des jeweiligen Künstlers, zu seinen Zeitgenossen und gegebenenfalls zu philosophischen oder gesellschaftlichen Fragestellungen. Vielleicht entsteht aus diesem Interesse heraus sogar eine Sammlung?

Wir teilen die Begeisterung für aktuelle Kunst und haben Arbeiten von hoher Qualität ausgewählt, die das oben beschriebene Beziehungspotenzial haben. Präsentiert werden Werke von Künstlern, die dem Haus in besonderer Weise verbunden sind und zumeist bereits hier ausgestellt haben. Gute Kunst gibt es in allen Preisklassen – wir offerieren 100 Kunstwerke für jeweils maximal 999,99 Euro netto. Durch die Verkaufsausstellung fördert Port25 die teilnehmenden Künstler auf direkte Weise: 90 Prozent des Erlöses gehen unmittelbar an den jeweiligen Künstler.

über kurz oder lang

17. Februar bis 08. April 2018

100 < 1000
Hundert unter Tausend

 

Matthis Bacht, Sylvia Ballhause, Christian Buck, Margret Eicher, Jeannette Fabis, Barbara Hindahl, Hubi M., Gisela Kleinlein, Skafte Kuhn, Ana Laibach, Susanne Neiss, Andrea Ostermeyer, Irina Ruppert, Konstantin Voit, Michael Volkmer

 

18.11.2017 – 04.02.2018 

 

 

Kunstkauf ist kein Privileg der Reichen! Zum Jahreswechsel bietet Port25 – Raum für Gegenwartskunst Originalkunstwerke und Editionen zum Kauf an. Den damit verbundenen Rollenwechsel vom Ausstellungshaus für Gegenwartskunst mit einem Fokus auf das Kuratorische zum kommerziellen Galeriebetrieb nehmen wir als Herausforderung gerne an, um unsere eigene Position im Kunstbetrieb kritisch zu hinterfragen.

Wer sich für ein Kunstwerk begeistert, lässt sich meist von einer Leidenschaft leiten, die gelegentlich zum Impuls der Begehrlichkeit führt. Mit dem Erwerb des Ersehnten wiederum entscheidet man sich für eine langjährige und anregende Beziehung, aus der nicht selten neues Wissen und unverhoffte Erkenntnisse folgen. Indem man sich in die erworbene Arbeit vertieft eignet man sich nach und nach weitere Kenntnisse an und stellt Bezüge her – zu anderen Arbeiten des jeweiligen Künstlers, zu seinen Zeitgenossen und gegebenenfalls zu philosophischen oder gesellschaftlichen Fragestellungen. Vielleicht entsteht aus diesem Interesse heraus sogar eine Sammlung?

Wir teilen die Begeisterung für aktuelle Kunst und haben Arbeiten von hoher Qualität ausgewählt, die das oben beschriebene Beziehungspotenzial haben. Präsentiert werden Werke von Künstlern, die dem Haus in besonderer Weise verbunden sind und zumeist bereits hier ausgestellt haben. Gute Kunst gibt es in allen Preisklassen – wir offerieren 100 Kunstwerke für jeweils maximal 999,99 Euro netto. Durch die Verkaufsausstellung fördert Port25 die teilnehmenden Künstler auf direkte Weise: 90 Prozent des Erlöses gehen unmittelbar an den jeweiligen Künstler.

100 < 1000. Hundert unter Tausend

18. November 2017 bis 04. Februar 2018

Biennale für aktuelle Fotografie

Farewell Photography

 

Natalie Bookchin, Hans-Peter Feldmann, Andreas Horlitz & Reinhard Matz, Stefan Karrer, Marc Lee, Eva & Franco Mattes, D. H. Saur, Joachim Schmid, Juergen Teller, Amalia Ulman, Andrew Norman Wilson

 

09.09. - 05.11.2017

 

Kein Bild ist eine Insel

kuratiert von Fabian Knierim

 

 

Wie gebrauchen wir Bilder heute? Wir teilen sie. Seit ihrer Erfindung ist die Fotografie ein Medium des sozialen Austauschs, mittels dessen sich Menschen zueinander in Beziehung setzen. Mit der Digitalisierung ist nicht nur die Menge fotografischer Bilder explodiert, auch ihre bereits in der analogen Ära charakteristische Reproduzierbarkeit und Distributionsfähigkeit hat sich potenziert. Durch die Verbindung von Smartphone und Kamera ist nahezu alles, zu jeder Zeit, von jeder Nutzerin und jedem Nutzer fotografisch dokumentierbar, und kann im selben Moment an Millionen andere übertragen werden.

Fotografien, so scheint es, realisieren in einer solchermaßen vernetzten Kultur ihr Kapital nur dann vollständig, wenn sie mit anderen geteilt werden. Sharing ist die fotografische Gebrauchsweise der Stunde. Das einzelne, isolierte Bild hat ausgedient, stattdessen tauchen Fotografien als Teil von Kommunikationsketten und Beziehungsnetzen auf. In den sozialen Medien und in Messenger-Diensten wie WhatsApp oder Snapchat sagt ein Foto oft mehr als tausend Worte oder 140 Zeichen, es verlangt nach einer Antwort, wird geliked, gehated und erneut geshared. Als Memes breiten sich Bilder über das Internet wie ein Virus aus, werden von Usern modifiziert und wieder in die Umlaufbahn entlassen. Ihr natürlicher Zustand ist die Zirkulation. Jede Google-Suche fördert nie nur ein einzelnes Bild aus den Archiven des Internets zu Tage, sondern stets eine Hundertschaft. Jedes Foto auf Facebook oder Instagram ordnet sich in eine Online-Biografie ein und ist per Hashtag mit einer Vielzahl anderer Aufnahmen verknüpft. Kein Bild ist eine Insel.

Die Motivationen, aus denen heraus Bilder geteilt werden, sind dabei so unterschiedlich wie widerspruchsvoll. Wir teilen, um mit anderen zu kommunizieren, um uns abzugrenzen und anzupassen, um uns unserer selbst zu versichern, zum Zeitvertreib und als politische Äußerung. Sharing produziert Gemeinschaft und Ausgrenzung, es ermächtigt, übt soziale Kontrolle aus, definiert neue Genres und ist ein ökonomischer Faktor. Für die Arbeiten der Ausstellung sind die zirkulierenden Bilder Material und Thema gleichermaßen. Sie fragen nach den ästhetischen und sozialen Konventionen, die sich durch das Teilen herausbilden, nach dem Verhältnis von öffentlich und privat, von Individuum und Community und nach Strategien, den Bilderfluss zu regulieren und der Masse an frei flottierenden Bildern Herr zu werden.

 

Biennale für aktuelle Fotografie

Farewell Photography

Kein Bild ist eine Insel

09. September bis 05. November 2017

SUPERCOPY - WORLD COPY

Sylvia Ballhause, Daniel T. Braun, Christoph Büchel, Márcio Carvalho,

Hadia Gana, Andreas Hachulla, Abdellah Hassak, Guido Münch, Ülkü Süngün, Stephanie Syjuco

 

20.05. – 02.07.2017 

Eröffnung am 19. Mai

 

 

Kopiert wird überall, aber Kopie ist dabei nicht überall gleich Kopie.
SUPERCOPY – WORLD COPY präsentiert künstlerische Haltungen, welche die strukturellen Voraussetzungen sowie die Methoden des Kopierens reflektieren, indem sie sich bestehende Konzepte, Techniken, Materialien und Motive
aneignen. Nach dem vielbeschworenen Tod der Malerei ist die Funktion des
Künstlers als Schöpfer obsolet: er agiert als Interpret des Vorhandenen.

Einen Fokus legt die Ausstellung auf transkulturelles Kopieren als Strategie des globalen Austauschs. Aus diesem Anlass wurde das internationale Kuratoren-Kollektiv Madrassa Collective eingeladen. Die von Madrassa präsentierten Arbeiten bilden eine Art kritische Reiseroute, die sowohl Prozesse kultureller Aneignung und politischen Wandels als auch die Aushandlungsprozesse, die hinter den Mechanismen der kollektiven Gedächtnis- und Identitätsbildung liegen, untersucht.

Die Ausstellung geht aus dem interdisziplinären Festival SUPERCOPY hervor, das Kunst, Wissenschaft und politische Ökonomie zusammenführt und wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.


Initiiert von supPORTer e.V., in Kooperation mit Alte Feuerwache und
zeitraumexit.

Supercopy - World Copy

20. Mai bis 02. Juli 2017 

Port25 meets B-Seite

Martin Backes, Johannes Bayer & Tobias Gallé, Lars Breuer, Werner Degreif, Juliane Gutschmidt, Schirin Kretschmann, Skafte Kuhn, Ana Laibach, Nika Oblak & Primož Novak, Roland Schappert

 

18.03. – 07.05.2017 

Eröffnung am 17. März

 

 

Mit der Ausstellung „Port25 meets B-Seite“ wird der Ausstellungsraum als solcher thematisiert. Die weißen Wände, die üblicherweise im white cube als Rahmen und Display zur Präsentation von Werken der Bildenden Kunst fungieren und keinen eigenen ästhetischen Wert haben, sind in der Ausstellung wie Objekte in die Mitte des Raumes gerückt. Somit wird das Neutrale und sekundär Wirksame selbst zum Sujet der Betrachtung. Damit wird nicht zuletzt der Beobachtung Rechnung getragen, dass sich die gegenwärtige Kunstproduktion immer weniger in einzelnen Werken, dafür aber in Prozessen der Inszenierung äußert.

 

Port25 hat sechs Künstler eingeladen, sich mit der Ausstellungswand zu befassen. Lars Breuer, Werner Degreif, und Ana Laibach haben jeweils eine neue Arbeit für eine frei im Raum stehende Wand entwickelt. Schirin Kretschmann zeigt „Keilerei (mechanische Lösung für ein philosophisches Problems)“ in Port25 zum ersten Mal an einer freistehenden Wand und Skafte Kuhn befasst sich mit dem ungewöhnlichen Betonkubus, der für den Ausstellungsbetrieb in der Regel ohne Nutzen ist, dennoch aber den architektonischen Raum prägt. Roland Schappert schließlich hat für den architektonischen Zwischen- oder aber Übergangsraum des Treppensturzes eine Wandarbeit entwickelt, die im Rahmen der Ausstellung zum ersten Mal aufgeführt wird.

 

Das Festival B-Seite, das in diesem Jahr seine zehnte Ausgabe feiert, hat mit Martin Backes, Johannes Bayer & Tobias Gallé, Juliane Gutschmidt und Nika Oblak & Primož Novak Künstler aus den Bereichen der New Media und Digital Art eingeladen. Gemeinsam ist ihren Arbeiten, dass sie Medientechnologien einsetzen um unsere Wahrnehmung zu hinterfragen und uns auf zumeist sehr freudvolle Weise einen Blick hinter die Funktionsweisen von Computern und Medientechnologien zu erlauben.

Port25 meets B-Seite

18. März bis 07. Mai 2017 

Das, was bleibt

Dieter M. Gräf, Marvin Hüttermann, Irina Ruppert

 

28.01. bis 05.03.2017

Eröffnung am 27. Januar

 

 

Was wird aus dem, was wir zurücklassen? Was bleibt von einer Person in den Objekten zurück, die sie hinterlässt? Was erzählen diese Objekte über das Trauma des Verlustes? Wie wird die Erinnerung zu einer neuen Erzählung?

 

Die Ausstellung „Das, was bleibt“ zeigt anhand von zwei künstlerischen Positionen den Umgang mit Verlassenschaften von Angehörigen, eine weitere beschäftigt sich mit dem physischen aus der Welt Scheiden.

 

Irina Ruppert entdeckt im Nachlass der im Jahr 2009 verstorbenen Heidrun neben rund 200 Tagebüchern und Fotoalben eine Händesammlung mit 280 Objekten. Tagebücher und Sammlung werden zum Gegenstand Ihrer künstlerischen Recherche über die Verstorbene. Deutet das systematische Sammeln auf die Wünsche von Heidrun? Gibt es einen Bezug zu ihrer Erfahrung von Krieg, Flucht und Verlust? Lässt sich aus dem Erbe ein Psychogramm einer Person oder sogar einer Generation rekonstruieren?

 

Dieter M. Gräf zeigt Fotografien, die er nach dem Tod seiner Mutter in seinem Elternhaus in Maudach aufgenommen hat. Er erforscht das Zuhause seiner Kindheit und hält mit dem Handy fest, was ihn an diese erinnert und sich seither nur wenig verändert hat. Die Fotografien, die den Blick des Betrachters über das Treppenhaus ins Wohnzimmer, Schlafzimmer, ins Bad und in den Keller des Hauses führen, sind von poetischer Dichte und deuten auf die Fragilität und Vergänglichkeit unserer Existenz. 

 

Marvin Hüttermanns Fotografien folgen den Spuren dessen, was bleibt, wenn nichts mehr ist. Verschwinden wir spurlos? Eine Frage, der wir im Alltag ausweichen und die wir so einfach nicht beantworten können. Hüttermann setzt sich mit dem Tod, den Verstorbenen und ihren Hinterlassenschaften auseinander. Dazu fotografiert er in den Wohnungen von Verstorbenen, in Bestattungsunternehmen und im Krematorium. Die Serie "Es ist so nicht gewesen" kombiniert in sorgsam aufeinander abgestimmten Bildpaaren das, was noch da ist, mit dem, was bereits gegangen ist.

DAS, WAS BLEIBT

Dieter M. Gräf, Marvin Hüttermann, Irina Ruppert

28. Januar bis 05. März 2017 

Simone Demandt & Margret Eicher

Common Cause

 

20.11.2016 bis 15.01.2017

Eröffnung am 19. November

 

 

In der Ausstellung „Common Cause“ wird erstmalig ein Überblick über die gemeinsamen Projekte der beiden Künstlerinnen Simone Demandt und Margret Eicher gegeben. Im Zentrum steht die Entwicklung der aktuellen Produktion „Planet Museum“. Mit „Planet Museum“ richten die Künstlerinnen ihren Blick erneut auf die vielfältige Präsentation und Vermittlung von aktueller Kunst, diesmal idealerweise weltweit. „Planet Museum“ geht aus einem Projektvorschlag der Künstlerinnen für die documenta 11 hervor und initiiert in seiner aktualisierten Form eine global wirksame, medienbasierte Reise zur gegenwärtig praktizierten Auswahl und Präsentation von bildender Kunst. Demandt und Eicher formen aus dem Material filmischer Selbstdarstellungen von Kunsträumen bzw. von deren Kuratoren einen neuen hybriden Kunstraum: das „Planet Museum“. Antrieb für dieses Projekt ist die Neugier auf die globalen Veränderungen innerhalb des Kulturbetriebs.

Den Arbeiten der beiden Künstlerinnen gemein ist der Bezug zur Präsenz und Macht des Bildes als Vermittler von Werten, Idealen oder Ansichten. Eicher und Demandt verbinden ihre Arbeitsweisen bereits seit dem Jahr 2000 durch gemeinsame Projekte. Beispielsweise forderten sie in der Staatsgalerie Stuttgart sowie im Stadtraum Stuttgart mit dem Projekt „Sehen Sie! Sehen Sie?“ zum genauen Hinsehen und zum Reflektieren des Gesehenen und zu Sehenden auf. Ihre künstlerische Intervention „let me be your supervisor“ verknüpfte im Jahr 2015 das aktuelle Thema der permanenten Überwachung mit der Frage nach den Machtverhältnissen innerhalb des Kunstbetriebes. Die Videoinstallation zeigte die voyeuristische Einsichtnahme in das persönliche Arbeitsfeld von Kuratoren und Kuratorinnen und hinterfragt ihre Funktion bei der Wertung künstlerischer Positionen.

 

Neben der retrospektiven Sicht auf die künstlerische Kollaboration deutet „Common Cause“ auf die jeweils eigene künstlerische Haltung von Demandt oder Eicher, indem beispielhaft Arbeiten aus einer ihrer aktuellen Werkgruppen gezeigt werden.

Demandt untersucht seit knapp 30 Jahren mit ihren Fotoprojekten wie individuelle und kollektive Vorstellungswelten oder wissenschaftliche Ambitionen in Form von Räumen, Konstruktionen und Objekten Wirklichkeit werden. Sachlich nüchtern fotografiert sie Räume, die dem Blick der Öffentlichkeit meist unzugänglich sind wie Garagen, Universitätsräume, Labore oder Klosterräume. In „Common Cause“ zeigt sie mit der Werkreihe „Plant Models“ materielle Pflanzenmodelle, die bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Lehrbetrieb botanischer Institute – hier der Universität Greifswald – als Anschauungs- und Übungsmodelle dienten. Demandt doppelt in den großformatigen und sachlich inszenierten Fotografien von Staubstempeln, Blattquerschnitten oder Blüten den Zeigemodus, den diese Modelle als Lehrmittel in sich tragen.

 

Die Konzeptkünstlerin Margret Eicher ist für Ihre großformatigen Tapisserien bekannt, in denen sie die barocke Form höfischer Bilderteppiche mit der Bildsprache heutiger Informationsmedien verbindet. Sie komponiert opulente Szenerien mittels digitaler Collage. So verbindet sie gegenwärtige Bildwelten unterschiedlicher Genres wie Politik, Propaganda, Lifestyle, Porno oder Krieg mit historischer Bildsprache und tradierten historischen Motiven. Auf diese Weise verknüpft sie die Pop- mit der sogenannten Hochkultur, die auch in der Wahl des monumentalen Ausgabemediums ihren Ausdruck findet. Die Produktion der Tapisserien erfolgt mittels eines dateigestützten Webverfahrens in einer belgischen Weberei. Somit verweist auch die Produktion auf das Ursprungsland der Tapisserie. Das Zitat der Tapisserie – in der Kunstgeschichte aristokratisches Symbol für Reichtum, Macht und Bildung – verdichtet die Frage nach der politischen Wirkungsmacht der Bildkommunikation.

 

SIMONE DEMANDT & MARGRET EICHER

Common Cause

20. November 2016 bis 15. Januar 2017 

Seiichi Furuya

Gravitation

 

06.10. bis 06.11.2016

 

 

Die Fotografien des in Japan geborenen Seiichi Furuya verweisen stets auf das Verhältnis von individueller und politischer Geschichte und berühren so unser Verständnis von Zeitgenossenschaft und Erinnerung. Mit seinen sehr persönlichen Aufnahmen, die er bis heute in vielzähligen, immer wieder aufs Neue editierten Fotobüchern publiziert, ordnet er private und öffentliche Vergangenheit. Der Rückblick erfolgt mit zunehmender Distanz auf das Erlebte und Gesehene. Aus der zuletzt getroffenen 44-teiligen Auswahl „Gravitation“, die bereits in den Technischen Sammlungen Dresden und kürzlich in der Galerie Thomas Fischer, Berlin, zu sehen war, zeigt Port25 – Raum für Gegenwartskunst anlässlich der OFF//FOTO eine Zusammenstellung von 13 Fotografien, die zwischen 1983 und 1994 entstanden sind. In dieser Zusammenschau von Sujets, die auf den ersten Blick banal erscheinen, prägen sich dennoch signifikante Bilder ins eigene Bildgedächtnis ein. Es sind starke Bilder, die paradoxerweise gerade durch ihre scheinbare Bedeutungslosigkeit ein besonderes Gewicht bekommen. Dies lässt sich beispielhaft an der Fotografie nachvollziehen, auf der eine Katze sich auf einem gewundenen, schneebedeckten Pfad auf den Weg aus dem Bild macht. Der Schnee ist schon von den Spuren der Katze gezeichnet, obwohl wir sie selbst noch sehen. Er wird in naher Zukunft ebendiese Spur des Tieres, das inzwischen nicht mehr am Leben ist, wieder bedecken. Das Bild einer Katze im Schnee wird somit zur Metapher der Zeitlichkeit, der fotografischen ebenso wie der persönlichen und der grundsätzlichen. Immer wieder lenken die Fotografien den Blick des Betrachters auf den Boden von dem aus das Leben beginnt und an den es wieder zurückkehrt. In diesem Sinne ist Gravitation eine poetische Meditation über das, was zurückbleibt und das, was erst zu erkennen ist, wenn es bereits vergangen ist. 

 

Die OFF//FOTO fungiert als flexible künstlerische Plattform für Fotografie in der Metropolregion. In der diesjährigen zweiten Ausgabe zeigen 51 Ausstellungsorte neue fotografische Positionen und etablieren die OFF//FOTO damit als weiteres Format für zeitgenössische Fotografie an Rhein und Neckar. 

 

Mit Dank für die Zusammenarbeit an die Galerie Thomas Fischer, Berlin. 

 

 

SEIICHI FURUYA

Gravitation

06. Oktober bis 06. November 2016

Timelines

 

17.09. bis 06.11.2016

Eröffnung am 16. September

 

 

 

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:

Siegfried Anzinger, Collaboration_Patrycja German / Holger Endres, Claudia Desgranges, Peter Dreher, Byung Chul Kim, Karin Hoerler, Herlinde Koelbl, Jürgen Krause, Ae Hee Lee, Pia Linz, Oscar Muñoz, Jens Risch, Jan Schmidt, Claus Stolz, Konstantin Voit.

 

Die beiden diesseits und jenseits des Rheins liegenden Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst, der Kunstverein Ludwigshafen und Port25 in Mannheim widmen sich in einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt dem Thema Zeit. Zeit ist ein nur schwer beschreibbares Phänomen, von welchem jedoch eine große Faszination ausgeht - sie ist ein Rätsel, ein Paradoxon, die Grundlage allen Seins. Im sprachlichen Gebrauch operieren wir tagtäglich mit dem Begriff Zeit, zumeist ohne genauer darüber nachzudenken, was Zeit im eigentlichen Sinn bedeutet. Die Beschreibung des Medienkünstlers Nam June Paik, der sich in seinen Texten und Videoarbeiten intensiv mit Zeit auseinander setzte, macht die Unfassbarkeit des Begriffes deutlich: „Zeit ist der am schwersten zu definierende Begriff in unserem Leben, weil sie unser Leben selbst ist. Sie zu zeigen oder über sie nachdenken ist bereits ein Paradoxon.“ Im Unterschied zu den für einen Laien nur schwer verständlichen wissenschaftlichen Analysen von Zeit, bietet die bildende Kunst einen eigenen Zugang zu diesem Thema, indem sie sinnlich und ästhetisch nachvollziehbar macht, was sich hinter dem Begriff Zeit verbergen kann.

 

Die Ausstellung zeigt visuelle Modelle, die dazu dienen, semantische Zusammenhänge von Zeit zu veranschaulichen und sinnlich wahrnehmbar zu machen: So geht es beispielsweise um das Sichtbarmachen künstlerischer Arbeitsprozesse in Verbindung mit Lebenszeit. Darunter fallen künstlerische Langzeitprojekte, die entweder bereits abgeschlossen sind oder immer noch andauern. Ein weiterer Aspekt ist das Erfassen von Zeit über spezifische Formen der Zeitmessung und Zeitrechnung. Es werden verschiedene Formen von Zeitabläufen vorgestellt, die beispielsweise die Veränderung einer Person oder eines Gegenstandes sichtbar machen.

 

An der Ausstellung nehmen Künstlerinnen und Künstler verschiedener Generationen und mit unterschiedlichen künstlerischen Praxen teil. Sie richten den Blick auf ein komplexes Thema, das die Wahrnehmung für das Verstreichen von Zeit ins Zentrum ihrer künstlerischen Produktion stellt.

TIMELINES

in Kooperation mit dem Kunstverein Ludwigshafen

17. September bis 06. November 2016 

Barbara Hindahl

Bernhard Sandfort

 

30.07. bis 04.09.2016

Eröffnung am 29. Juli

 

 

Der Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung wurde gemeinsam mit der Stadt Mannheim zum sechsten Mal ausgelobt und zeichnet dieses Jahr herausragende Positionen aus den Sparten Malerei, Zeichnung und Grafik aus. Mit dem Preis möchten die Stadt Mannheim und die Henrich- Vetter-Stiftung einen deutlichen Impuls für die regionale Kunstförderung geben. Ziel ist es, professionelle Künstlerinnen und Künstler mit einem deutlichen Bezug zu Mannheim und der Metropolregion zu unterstützen. Der Mannheimer Kunstpreis wird alle zwei Jahre durch eine Jury vergeben und ist mit 15.000 Euro dotiert. Port25 – Raum für Gegenwartskunst präsentiert mit Barbara Hindahl und Bernhard Sandfort die beiden Preisträger in einer Gemeinschaftsschau, die aus insgesamt 65 Bewerbungen ausgewählt wurden. Somit geht der Preis erstmalig zu gleichen Teilen an zwei Preisträger, die die Jury durch hohe inhaltliche Qualität und konsequente Arbeitsweise überzeugen konnten. 

 

Barbara Hindahl

 

Hindahl ist als Preisträgerin des Mannheimer Kunstpreises der Heinrich-Vetter-Stiftung in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal im Port25 – Raum für Gegenwartskunst mit einer Auswahl ihrer Arbeiten vertreten. Die aktuelle Präsentation zeigt Beispiele aus zwei Werkgruppen, die für die künstlerische Praxis Hindahls programmatisch sind. Hindahl realisiert im Rahmen der Preisträgerausstellung eine temporäre Arbeit in situ, mit der sie das zweidimensionale Medium Zeichnung in den Raum hinein erweitert. Durch die Brechung an den vorgefundenen architektonischen Elementen zersplittert die imaginäre Linie und kann lediglich vom „richtigen“ Stand- und Blickpunkt aus als Einheit wahrgenommen werden. Auf den ersten Blick irritieren die Bruchstücke den Betrachter bei seiner Bewegung durch den Ausstellungsraum. Sie animieren aber auch zur Reflexion der Architektur sowie des eigenen Sehens. Die zweite Werkgruppe besteht aus einer Reihe von “Stücken” für handelsübliche Tintenstrahldrucker, den „printer pieces“. In Abhängigkeit von dem Druckbild erzeugen Drucker ein spezifisches Klangbild, dem beim alltäglichen Gebrauch kaum Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Das Klangbild ergibt sich aus einem Bewegungsmuster, das der Druckschlitten vollzieht und das sowohl als akustischer Rhythmus als auch als Bewegungsrhythmus beschreibbar ist. In der Video-Klanginstallation „dpi 5“ hat Hindahl die so erzeugten Geräusche in der Postproduktion dramaturgisch verlangsamt oder beschleunigt. In der Projektion der Videoaufnahmen des Druckvorganges werden die Dimensionen des Gezeigten im Verhältnis zu ihren realen Ausmaßen vergrößert. Auf diese Weise schafft Hindahl einen Erlebensraum für den Betrachter, der ihn visuell mit einer Welt von bereits medial verwertetem Bildmaterial verschiedener Genres konfrontiert: gewaltsame Konflikte, Demonstrationen, Celebrities und Society. Als zweidimensionale, digital erzeugte Zeichnungen werden außerdem die Blätter der Partitur für die Arbeit „dpi q-o2“ sowie das dazugehörige Video zu sehen sein. 

 

Bernhard Sandfort

 

Beeindruckt von den Werken Mondrians, van Doesburgs und Sotos findet Sandfort in der Linie ein Element, das seit dem Jahr 1965 die gestaltende Komponente seiner künstlerischen Arbeiten ist. Die Ausstellung im Port25 – Raum für Gegenwartskunst beginnt mit Einzelbildern aus den Jahren 1958 bis 1961, auf denen determinierte Farbverläufe dargestellt sind. Insbesondere die frühe zwanzigteilige Arbeit von Farbverläufen „Permutation aus den fünf Grundfarben“ (1961 -1966), an der Sandfort insgesamt sechs Jahre arbeitet, macht seine seither konsequent fortgeführte Arbeitsweise deutlich. Jede Permutation ist als Einzelbild gemalt und stellt eine nahezu zwingende Verbindung der Linienkomposition aus den Farben Schwarz, Weiß, Rot, Blau und Gelb dar. Für eine Reihenfolge der Einzelbilder innerhalb der Gruppe jedoch gibt es weder eine logische noch eine ästhetische Notwendigkeit, so dass Sandfort für jede neue Hängung nach dem Zufall entscheidet, womit neben der Gesetzmäßigkeit zugleich auch der Zufall Eingang in das Werk des Künstlers findet. Die Verknüpfung von Gesetzmäßigkeit und Zufall ist seither Gegenstand der künstlerischen Praxis Sandforts. Seit seinem Schlaganfall im Jahr 2003 führt er diese Thematik in kleinformatigen Leinwänden, den „Sehwegen“ fort. Parallel zur retrospektiv angelegten Präsentation seiner Gemälde gibt Sandfort mit einem neuen Kunstbrief abermals Anlass zu einer Aktualisierung seines sich seit 1977 kontinuierlich erweiternden „Museums der Fragen“. Jeder ist eingeladen sich mit eigenen Fragen zu beteiligen und diese per E- Mail an museumderfragen@port25-mannheim.de oder per Briefpost an Port25, Hafenstraße 25 -27, 68159 Mannheim zu schicken oder vor Ort zu stellen. 

 

BARBARA HINDAHL & BERNHARD SANDFORT

Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung

30. Juli bis 04. September 2016 

FORMSCHAU

Uncover Designpreis 2016

 

18.06. bis 10.07.2016

Eröffnung am 17. Juni

Preisverleihung am 09. Juli 

 

 

Die Ausstellung FORMSCHAU präsentiert die 12 Nominierungen aus insgesamt 72 Einreichungen für den ersten UNCOVER Designpreis der Stadt Mannheim, der am 9. Juli 2016 in vier Kategorien vergeben wird. Ausgewählt wurden Positionen, die Momente, Vorstellungen und Konstruktionen von Gastlichkeit in den Blick nehmen und anhand von Objekten, Produkten, Installationen und Initiativen zur Diskussion stellen.

 

Design ist nicht allein die Gestaltung unserer Umgebung nach ästhetischen oder ökonomischen Kriterien, es wirkt vielmehr als heterogenes Netzwerk aus Dingen und zwischenmenschlichen Beziehungen, das Zusammenleben und Handlungsweisen strukturiert. Aus dieser Perspektive zeichnet der UNCOVER Designpreis Postionen aus, die unsere Gegenwart kritisch analysieren und das Verständnis von Technologie, Gesellschaft und Gestaltung thematisieren. Der Wettbewerb des ersten UNCOVER Designpreises findet unter dem Stichwort „Gastlichkeit“ statt. Gerade weil gegenwärtig in Europa auch Ungastlichkeitserfahrungen gemacht werden, erscheint es dringlich, die kulturellen Praktiken der Gastlichkeit in Bezug auf ethische, juristische, soziale, politische und ökonomische Faktoren gestaltend zu reflektieren. 

 

Die Ausstellung FORMSCHAU ist Teil des neuen - alle zwei Jahre stattfindenden - Designfestes UNCOVER MANNHEIM, das aus der im Jahr 2012 erstmals statt gefundenen FORMSCHAU hervorgeht und im Wesentlichen aus zwei Elementen besteht: Zum einen findet ein Fachkongress für DesignerInnen statt, in dem in Vorträgen, Workshops und Symposien über die zukünftige Entwicklung der Branche diskutiert, Wissen vermittelt und Erfahrung ausgetauscht wird. Zum anderen wird der Öffentlichkeit eine Reihe von Präsentationsformaten gezeigt, in deren Zentrum die Ausstellung FORMSCHAU im Port25 - Raum für Gegenwartskunst steht.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der von Deutsche & Japaner gestaltet wird.

 

Weitere Informationen zu den Nominierungen, dem Auswahlverfahren und dem geplanten Programm des Designfestes finden Sie hier.

FORMSCHAU

Uncover Designpreis 2016

16. Juni bis 10. Juli 2016 

geh doch einfach weiter

Figur - Körper - Existenz

 

mit Andrea Esswein, Hubi M, Wolfgang Sautermeister, Hanna Woll
 

09.04. bis 19.05.2016

Eröffnung: 08. April, 19 Uhr

 

 

Während wir uns in der virtuellen Realität orientieren, unsere Freundschaften pflegen und auch unser Einkommen erwirtschaften können, sind wir doch in unserer physischen Existenz auf reale Räume angewiesen. „Um ... Kleidung zu kaufen, ruft man einfach an, oder schickt eine Nachricht durch den Computer. Um vor Gericht auszusagen oder jemanden kennenzulernen oder das eigene Testament zu verlesen, nachdem man tot ist, kann man ein Videoband schicken. Um jemanden zu schwängern oder sich fortzupflanzen, kann man einfach Sperma schicken. Man muss nicht einmal anwesend sein, um Krieg zu führen – man schickt einfach eine Bombe. Bei Sex und Parties hingegen, muss der Körper selbst zugegen sein.“ beschrieb Andy Warhol im 1988 erschienen „Party Book“ die Entfremdung von Reproduktions- und Destruktionsvorgängen. Die Folgen solcher in Abwesenheit initiierter Vorgänge erfahren dennoch reale Körper in geographisch zu verortenden Räumen. Körper, die gleichermaßen Last und Lust bereiten. Im Zuge seiner Medialisierung ist der physische Körper dementsprechend weder als Gegenstand noch als Material gänzlich aus den Werken der bildenden Kunst verschwunden. Seit den 1960er Jahren arbeitet beispielsweise Bruce Nauman mit seinem eigenen Körper als Bezugspunkt und lotet dessen Beziehungen zu Raum, Rhythmus und Bewegung aus. Die Ausstellung im Port25 – Raum für Gegenwartskunst zeigt ausgewählte Positionen aus der Region, die sich mit dem anwesenden und abwesenden Körper im Raum sowie seiner Darstellbarkeit als Bezugssystem zur räumlichen Dingwelt auseinandersetzen.

Im Mittelpunkt steht das Werk des bisher kaum ausgestellten Mannheimer Künstlers Hubi M. In seinen großformatigen Gemälden arrangiert er Figuren im Raum, einige in expressiver Bewegung, andere in fast katatonischer Spannung. Ihr Verhältnis zueinander ist mehr als Bezug zum illusionistischen Bildraum angelegt, denn als dezidiertes Narrativ. Andrea Esswein nutzt für ihre Serie Brautkleider aus Secondhand Läden, die sie stückweise fotokopiert und in Lebensgröße neu zusammensetzt. Der Körper, der dieses Kleidungsstück getragen hat, die Person, die mit diesem Kleidungsstück den „schönsten Tag ihres Lebens“ verbracht hat, bleibt im Verborgenen. Auch in der bildhauerischen Praxis von Hanna Woll bildet der menschliche Körper die zentrale Referenz. Woll verwendet sehr heterogene Materialien, wie Lehm, verschiedene organische Stoffe, Glas, Zucht-kristalle, Textilien aber auch Kunststoffe, die auf teils ungewöhnliche Weise miteinander kombiniert werden. Der rudimentäre Charakter ihrer Arbeiten ist Ausdruck ihrer Fragen nach der Wandelbarkeit des Körperlichen und der Zerbrechlichkeit menschlicher Existenz. Wolfgang Sautermeister beschäftigt sich in seinen Performances mit der Präsenz des menschlichen Körpers im realen Raum und in seinen sozial konditionierten Verhaltens-weisen. Die Live-Performance am Eröffnungsabend beleuchtet damit einen Teilaspekt des Konzeptes der Gruppenausstellung, die verschiedene Ansätze zur Erforschung der menschlichen Existenz und ihren individuellen Facetten aufzeigt.

 

 

Jetztmusik Festival 2016

Edition Fieber

 

mit Kai Althoff, John Bock, Terence Koh, Raymond Pettibon, Claus Richter, David Shrigley und Cosima von Bonin
 

09.04. - 19.05.2016

Eröffnung: 08. April, 19 Uhr

 

Das Augenmerk der in Köln ansässigen Edition Fieber – gegründet und kuratiert von Jan Lankisch und Thomas Venker – liegt auf der Verbindung von darstellender Kunst und Musik. Im Port25 wird ab dem 09.04. – 19.05. der komplette Katalog der Edition präsentiert, u.a. mit Arbeiten von Claus Richter, John Bock, Raymond Pettibon, Cosima von Bonin & Kai Althoff, die jeweils für eine Edition von Tonträgern verantwortlich zeichnen.


Edition Fieber ist Teil des Jetztmusik Festivals, das seit 2007 jährlich Ende März an verschiedenen Orten in Mannheim veranstaltet wird. In diesem Jahr bietet Port25 im Foyerbereich der Galerie, parallel zur eigenen Ausstellung auf der oberen Ausstellungsfläche, den Raum zur Präsentation der gesamten Edition. Alle Arbeiten sind zu sehen und zu hören sowie käuflich zu erwerben.

Das Jetztmusik Festival findet vom 8. bis zum 16. April in verschiedenen Mannheimer Locations statt. Das Konzept des Festivals ermöglicht ungewohnte ästhetische Erfahrungen durch die Verbindung verschiedener Kunstformen.

Zur Vernissage freuen wir uns auf den Liveauftritt der Band Doctorella, die bereits Musik auf einer bei Edition Fieber erschienenen 7inch vertreten war. Hinter Doctorella stecken die Zwillingsschwestern Kerstin und Sandra Grether aus Berlin, Vorreiterinnen in der ansonsten oft von Männer dominierten deutschen Poplandschaft. Nach dem Konzert werden die beiden Edition Fieber-Gründer und Musikliebhaber Lankisch und Venker Platten auflegen.

 

 

Eröffnungsprogramm:

Einführung von Stefanie Kleinsorge (Port25)

und Thomas Venker (Edition Fieber)

 

Programm

19 Uhr: Performance von Wolfgang Sautermeister

"Ein Körper der durch Sprünge geht"

21 Uhr: Doctorella live

21:45 Uhr: Edition Fieber DJs Lankisch und Venker

GEH DOCH EINFACH WEITER

Figur - Körper - Existenz

09. April bis 19. Mai 2016 

DELTABEBEN

Regionale 2016

 

Am Donnerstag, 04. Februar, um 19 - 21 Uhr: Sie sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung DELTABEBEN - Regionale 2016 in den Räumen der Kunsthalle Mannheim eigeladen. Die Aftershow Party findet in den Räumen von PORT25 - Raum für Gegenwartskunst ab 20:30 mit Visuals von Benjamin Jantzen in der Hafenstr. 25-27.

 

 

Von Graffiti über Lichtinstallationen bis hin zu Holzskulpturen: „Deltabeben. Regionale 2016“ zeigt einmal mehr, wie urban und vielfältig die Metropol-region Rhein-Neckar mit ihren Künstlern und deren Kunst ist.

 

 

Alle zwei Jahre werden im Wechsel mit dem Wilhelm-Hack-Museum und dem Kunstverein in Ludwigshafen künstlerische Positionen aus allen Gattungen der bildenden Kunst vorgestellt. Das gemeinsame Ausstellungs-projekt, das 2016 bereits zum vierten Mal stattfindet, versteht sich als Spiegel der künstlerischen Vielfalt der Metropolregion Rhein-Neckar.

 

 

Die teilnehmenden Künstler kommen aus allen Teilen der Region zwischen 

Mannheim, Mainz, Heidelberg und Karlsruhe. Ihr Spektrum reicht von Fotografie, Arbeiten auf Papier, Graffiti, skulpturalen und installativen Arbeiten bis hin zur Video- und Performancekunst. Der Graffitikünstler Hombre SUK, der seine Farbe schon in Shanghai, New York und Sofia versprühte, wird beispielsweise eine Wand des Mannheimer Kunstvereins besprayen, während die gebürtige Ludwigshafenerin Sabine Dehnel aktuelle Arbeiten zeigt, in denen sie die Medien Fotografie, Malerei und Installation vereint. Der Mannheimer Medienkünstler Benjamin Jantzen (auch unter dem Pseudonym Pixelschubser aktiv) lässt für Port 25 – Raum für Gegenwartskunst eine Licht- und Videoinstallation entstehen.

 

 

In der Kunsthalle Mannheim werden Skulpturen von Michael Dekker gezeigt, die wie zersprengte Holzlatten wirken, die Dekker zu kristallinen bis 

insektenhaften Formen zusammensetzt. Andrea Esswein, bekannt für ihre „Kopigraphien“, befragt in ihrem Video „Zwischen Existenz und Exzellenz“ zehn Künstlerinnen und Künstler zu den Themen Anerkennung, Glück, Enttäuschung und Selbstwert, während Christiane Schlosser in ihren Arbeiten auf Papier die Grenzen der Wahrnehmung auslotet. Die weiteren Ausstellungsteilnehmerinnen und -teilnehmer sind: Kirsten Achtermann, Matthis Bacht, BASCO & TJ, Adam Cmiel, Geckeis & Walz, Janet Grau, Reiko Ishihara, Cholud Kassem, KIKE, Andrea Ostermeyer, Sven Paustian, Rosemarie Phiel, Jaime Ramirez, Schmott, Vicky Stratidou, Superart.tv, Maria Tackmann, Claudia Urlaß, Imran Utku und Julia Wenz.

 

 

Während 2012 eine sechsköpfige Jury aus 400 Bewerbungen die teilnehmenden 

Künstler aussuchte, wurden dieses Mal die 26 Künstler bzw. Künstler-kollektive von einem Komitee aus elf Persönlichkeiten der regionalen Kulturszene ausgewählt – darunter Dr. Inge Herold (stellvertretende Direktorin der Kunsthalle Mannheim), Dr. Martin Stather (künstlerischer Leiter des Kunstvereins Mannheim), Stefanie Kleinsorge (Leiterin des Port 25) als Stellvertreter der austragenden Institutionen in Mannheim sowie Tamara Grcic (Künstlerin und Professorin für Bildhauerei an der 

Kunsthochschule Mainz), René Zechlin (Direktor des Wilhelm-Hack-Museums,

Ludwigshafen), Susanne Weiß (Direktorin des Kunstvereins Heidelberg) und Annika Wind (freie Kulturjournalistin).

 

 

Pressebilder können Sie unter: 

http://transfer.tobiasbecker.org/bildmaterial-port25.zip

runterladen.

 

 

Presseinformationen zu den im Port25 ausgestellten Künstlern.

Clicken Sie hier

DELTABEBEN

Regionale 2016

05. Februar bis 28. März 2016 

6. Fotofestival

Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg

[7P]

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[7.5] Port25-Raum für Gegenwartskunst

 

PRESSEKONTAKT 

Virgilio Pelayo jr. 
E 4, 6 • 68159 Mannheim 

fon: + 49 (0) 173-939 44 92 
fax: + 49 (0) 621-122 73 80 
virgilio.pelayo@fotofestival.info 

 

oder unter:

www.fotofestival.info/de/press/

6. Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg

[7P]

18. September bis 15. November 2015

Jeannette Fabis & Barbara Hindahl

drawing boring boing

 

Den Auftakt zu einer Ausstellungsreihe, in der jeweils zwei KünstlerInnen den Ausstellungraum kollaborativ bespielen, macht "drawing boring boing", mit den künstlerischen Positionen von Jeannette Fabis (*1967 in Heidelberg, lebt in Frankfurt a.M.) und Barbara Hindahl (*1960 in Rheinhausen, lebt in Mannheim). Die beiden Künstlerinnen kennen sich seit Jahren und sind auch jenseits der Ausstellung im Dialog über Gemeinsamkeiten und Differenzen in ihrer Arbeit. 

 

Fabis und Hindahl beschäftigen sich schon seit langem mit dem Medium der Zeichnung.In ihren künstlerischen Prozessen kalkulieren sowohl Fabis als auch Hindahl mit dem Zufall. Unter erheblichem Zeitaufwand und virtuosem Einsatz der zeichnerischen Mittel entstehen Werke, die auch das Unvollkommene einschließen.

 

Fabis verwendet Lineal und harte Bleistifte, Materialien die üblicherweise für technische Zeichnungen verwendet werden. Hindahl widmet sich in altmeisterlicher Tradition der naturgetreuen Wiedergabe von Flecken und dreidimensionalem Schmutz. So entstehen Originale, die eigentlich Reproduktionen des zufällig Entstanden sind.

 

Zur Ausstellung ist ein Künstlerbuch erschienen.

Jeannette Fabis und Barbara Hindahl

drawing boring boing

28. November 2015 bis 17. Januar 2016 

Port25 - Raum für Gegenwartskunst

feiert Eröffnung

 

Am Freitag, 17. Juli, um 19 Uhr ist es so weit: Sie sind herzlich zur Eröffnung von Port25 - Raum für Gegenwartskunst am Kreativwirtschafts-zentrum C-HUB in der Hafenstraße 25 - 27 eingeladen. 


Zum Auftakt zeigt Port25 vom 18. Juli bis 30. August die Gruppenausstellung

„Schönheit des Alltäglichen“. Passend zum Start des Ausstellungsraums und des benachbarten Kreativwirtschaftszentrums beschäftigen sich die künstlerischen Positionen mit Schnittstellen zwischen Kunst und Design. Im Zentrum der Ausstellung steht ein Kunst-Öko-Design-Urbanitäts-Projekt der Alfred Packer Company, die in den Konversionsgebieten in Mannheim entstanden ist und hier zugleich Kunst-, Wirtschafts- und Lebensraum entwickelt. Desweiteren werden Arbeiten von Max Kosoric, Florian Slotawa, Ulrich Strothjohann u.a. zu sehen sein.

Schönheit des Alltäglichen

18. Juli bis 30. August 2015

     © PORT25  

Hafenstraße 25-27   68159 Mannheim   Tel. 0621 33934397

Mi — So 11 – 18 Uhr

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