Barbara Hindahl 

Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung 2016

30.07. - 04.09.2016

 

Der „Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung 2016" zeichnete herausragende Positionen aus den Sparten Malerei, Zeichnung und Grafik aus. Port25 – Raum für Gegenwartskunst präsentiert mit Barbara Hindahl und Bernhard Sandfort die beiden Preisträger in einer Gemeinschaftsschau. 

 

Barbara Hindahl ist als Preisträgerin des Mannheimer Kunstpreises der Heinrich-Vetter-Stiftung in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal im Port25 – Raum für Gegenwartskunst mit einer Auswahl ihrer Arbeiten vertreten. Die aktuelle Präsentation zeigt Beispiele aus zwei Werkgruppen, die für die künstlerische Praxis Hindahls programmatisch sind.

Hindahl realisiert im Rahmen der Preisträgerausstellung eine temporäre Arbeit in situ, mit der sie das zweidimensionale Medium Zeichnung in den Raum hinein erweitert. Durch die Brechung an den vorgefundenen architektonischen Elementen zersplittert die imaginäre Linie und kann lediglich vom „richtigen“ Stand- und Blickpunkt aus als Einheit wahrgenommen werden. Auf den ersten Blick irritieren die Bruchstücke den Betrachter bei seiner Bewegung durch den Ausstellungsraum. Sie animieren aber auch zur Reflexion der Architektur sowie des eigenen Sehens.


Die zweite Werkgruppe besteht aus einer Reihe von „Stücken” für handelsübliche Tintenstrahldrucker, den printer pieces. In Abhängigkeit von dem Druckbild erzeugen Drucker ein spezifisches Klangbild, dem beim alltäglichen Gebrauch kaum Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Das Klangbild ergibt sich aus einem Bewegungsmuster, das der Druckschlitten vollzieht und das sowohl als akustischer Rhythmus als auch als Bewegungsrhythmus beschreibbar ist. In der Video-Klanginstallation DPI 5 hat Hindahl die so erzeugten Geräusche in der Postproduktion dramaturgisch verlangsamt oder beschleunigt. In der Projektion der Videoaufnahmen des Druckvorganges werden die Dimensionen des Gezeigten im Verhältnis zu ihren realen Ausmaßen vergrößert. Auf diese Weise schafft Hindahl einen Erlebensraum für den Betrachter, der ihn visuell mit einer Welt von bereits medial verwertetem Bildmaterial verschiedener Genres konfrontiert: gewaltsame Konflikte, Demonstrationen, Celebrities und Society.

drawing boring boing

28.11.2015 - 17.01.2016

 

Den Auftakt zu einer Ausstellungsreihe, in der jeweils zwei KünstlerInnen den Ausstellungraum kollabora-tiv bespielen, macht "drawing boring boing", mit den künstlerischen Positionen von Jeannette Fabis (*1967 in Heidelberg, lebt in Frankfurt a.M.) und Barbara Hindahl (*1960 in Rheinhausen, lebt in Mannheim). 

 

Die beiden Künstlerinnen kennen sich seit Jahren und sind auch jenseits der Ausstellung im Dialog über Gemeinsamkeiten und Differenzen in ihrer Arbeit. 

Fabis und Hindahl beschäftigen sich schon seit langem mit dem Medium der Zeichnung. In ihren künstlerischen Prozessen kalkulieren sowohl Fabis als auch Hindahl mit dem Zufall. Unter erheblichem Zeitaufwand und virtuosem Einsatz der zeichnerischen Mittel entstehen Werke, die auch das Unvollkommene einschließen.

 

Fabis verwendet Lineal und harte Bleistifte, Materialien die üblicherweise für technische Zeichnungen verwendet werden. Hindahl widmet sich in altmeisterlicher Tradition der naturgetreuen Wiedergabe von Flecken und dreidimensionalem Schmutz. So entstehen Originale, die eigentlich Reproduktionen des zufällig Entstanden sind.

 

Zur Ausstellung ist ein Künstlerbuch erschienen: Link zum Shop.

 

© Barbara Hindahl und VG Bild-Kunst, Bonn 2017

     © PORT25  

Hafenstraße 25-27   68159 Mannheim   Tel. 0621 33934397

Mi — So 11 – 18 Uhr

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