Dayanita Singh 

Die Serie „Fileroom“ zeigt Fotografien von Archiven und Aufbewahrungsorten von analogen Dokumenten. Sie dokumentiert Aktenberge aus indischen Gerichten, Kommunalverwaltungen, Staatsarchiven und anderen Institutionen, die durch ihre Bewahrung von menschlichen Daten Bibliotheken des Wissens und der Erinnerung schaffen. Gleichzeitig zeigen die Arbeiten das Chaos und die labyrinthische Unordnung, die durch das Sammeln und Aufbewahren von Informationen entstehen können.

 

In einem Zeitalter, in dem Informationen und Wissen zunehmend digitalisiert werden, wirkt das Projekt wie die Dokumentation von etwas, das aus der Zeit gefallen ist. Archivare verbringen ihr ganzes Arbeitsleben damit, Wälder aus Papier zu ordnen und zu konservieren, Historiker und Forscher wühlen sich durch diese Archive, um Stimmen aus der Vergangenheit zu finden. Und Singhs Fotografien bilden ab, wie sich die Leben einzelner Menschen im prozessorientierten System der Bürokratie und Akten verlieren können.

 

Dayanita Singh wurde 1961 in Neu-Delhi (Indien) geboren. Sie lebt und arbeitet in Neu-Delhi und Goa.

Text: Benedikt Stegmayer

 

Weiter Informationen finden Sie unter: www.dayanitasingh.com

 

 

 

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Mi — So 11 – 18 Uhr

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