Jules Spinatsch 

Jules Spinatsch realisierte in der Metropolregion zu jedem der 7 Themenkomplexe des Fesitvals eine neue Arbeit im Sinne seiner „Surveillance Panorama Projects“, einer speziellen Aufnahmetechnik, die sich computergesteuerter Kameras bedient. Das Resultat sind hochauflösende Panoramabilder, angesiedelt zwischen Fotografie und Film, Hybride aus Panoramamalerei des 19. Jahrhunderts und Überwachungstechnologie des Internetzeitalters.


Programmierbare Kameras mit starken Teleobjektiven zeichnen über Zeiträume von bis zu 24 Stunden hunderte oder tausende Einzelbilder auf – nach einem präzisen Raster und in einem regelmäßigen Takt von 3 bis 60 Sekunden. Anschließend werden alle Einzelbilder in chronologischer Reihenfolge zu einem Gesamtbild zusammengesetzt: Der Raum ist bruch-los repräsentiert,konstruiert aber 

aus intentionslosen Zeitfragmenten.

Die Besonderheit des Verfahrens ist die paradoxe Kombination von Kontrolle und Zufall. Dabei interessieren vor allem die vom Panorama unabhängigen Eigenschaften des Rohmaterials: Jedes Einzelbild ist ein in sich abgeschlossenes visuelles Ereignis.

 

Jules Spinatsch wurde 1964 in Davos (Schweiz) geboren. Er lebt und arbeitet in Zürich. Spinatsch stellte unter anderem im Museum of Modern Art in New York, im Haus der Kunst in München, im Centre de la Photographie in Genève, im Kunsthaus Zug, im Kunsthaus Zürich oder im Fotomuseum Winterthur aus und hat zahlreiche Monografien publiziert. 

Text: Benedikt Stegmayer

 

Weiter Informationen finden Sie unter: www.jules-spinatsch.ch

 

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Mi — So 11 – 18 Uhr

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