Konstantin Weber 

Bilder sind unheimliche Dinge, beladen mit vielfältigen potenziellen Bedeutungen, unlösbaren Fragen und Widersprüchen.

 

Ich bin auf der Suche nach diesen Fragen. Nach dem, was im Schatten des Bildes liegt und sich nicht so leicht zeigen möchte. Die Suche nach diesen Geheimnissen bestimmt alles. Ein Versteckspiel. Und wenn ich nicht damit rechne, finde ich eines dieser Geheimnisse. Manchmal glaube ich zu wissen, wie ich vorgehen muss, um dann herauszufinden, dass es so etwas wie Kontrolle nie gegeben hat.

 

Meine Bilder zeigen gewöhnliche Dinge, Dinge, an denen ich normalerweise vorübergehe. Dann wiederum zeigen mir diese gewöhnlichen Dinge etwas anderes, ein Geheimnis, das wahrscheinlich schon immer dort wohnte. Arbeiten wie Tor zeigen eben diesen Prozess. Ein Ort, an dem ich schon so oft vorbeiging. Nur dieses eine Mal war es anders. Die Umstände waren es nicht. Irgendetwas ließ mich anhalten und es festhalten. 

Ein Gefühl, als ob das Bild sich noch vor dem Fotografieren erschuf. In dieser Situation weiß ich nur: Da ist eine dieser unlösbaren Fragen.

 

Ich greife zur Kamera und trage das Bild zu mir nach Hause. Und dann ist es wieder um. Das Spiel geht ständig weiter. 

 

Ich bin mir sicher, dass ich durch das Abfotografieren dieser Orte das Geheime konservieren und dann zum richtigen Zeitpunkt zeigen kann. Meine Arbeiten Tor, Curtain und Das schüchterne Bild handeln alle von diesen Geheimnissen. Jedes für sich birgt dabei eine andere, aber weiterführende Geschichte. Solitäre, bei denen man die Leserichtung frei wählen kann und immer neue Filme im Kopf entstehen. Diese Arbeiten brauchen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Betrachter damit sie sich selbst als eben diese Bilder wahrnehmen können. Ich sehe diese Arbeiten als Bilder über das „Bild-sein“. Sie sind da, sie sind nackt. Dieses Gefühl treibe ich mit der post fotografischen Arbeit Das schüchterne Bild auf die Spitze und zeige ein Bild, das sich selbst zeigen und verbergen kann, es möchte sich nicht immer zeigen. 

Konstantin Weber

Deltabeben. Regionale 2020

In Kooperation mit der Kunsthalle Mannheim und dem Kunstverein Mannheim

Arthur Bauer, Ulises Lamadrid, Lucia Dominguez Madeira, Miriam Stanke, Jutta Steudle,

Helena Walter, Konstantin Weber, Stefan Wäldele, Yulong Lin.

29. November 2020 — 24. Januar 2021

 

Die sechste Ausgabe der Ausstellungskooperation Deltabeben. Regionale feiert zugleich das zehnjährige Bestehen dieses für das Kunstschaffen in der Rhein-Neckar Region wichtigen Gemeinschaftsprojektes. Alternierend werden an dieser Biennale in Ludwigshafen und Mannheim Werke von Künstler*innen präsentiert, deren Atelier und Arbeit hier in der Region verankert ist. Die regionale Verortung orientiert sich an den Koordinaten einer Nord-Süd-Achse von Mainz bis Karlsruhe und der Ost-West Verbindung zwischen Kaiserslautern und Heidelberg.

 

Im Jahr 2020 sind es die drei Mannheimer Institutionen Kunsthalle, Kunstverein und PORT25 – Raum für Gegenwartskunst, die zusammen eine kuratierte Auswahl zeitgenössischer Künstler*innen aus verschiedenen Generationen vorstellen. Die Werke repräsentieren alle relevanten Medien des gegenwärtigen Kunstschaffens, von der Malerei über Fotografie und Zeichnung bis zu multimedialen Installationen oder auch Performance. Damit zeigt die Region einmal mehr ihr Potential an künstlerischer Arbeit und demonstriert, wie wichtig es ist, diesen Werken einen repräsentativen Auftritt zu verschaffen. Die überregionale und internationale Strahlkraft der Ausstellung ist der Grundstein für die Sichtbarkeit der Kunst in und außerhalb der Region. Noch dazu in gesundheitspolitisch schwierigen Zeiten, möchten die Kunstinstitutionen ihre Systemrelevanz für die Kultur demonstrieren und die Bildende Kunst trotz der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie zur Geltung bringen.

Hundert < Tausend +
[100 unter 1000 Plus]

Zweite Auflage der erfolgreichen

Verkaufsausstellung in Port25

18. Januar 2020 – 16. Februar 2020

Angelika Arendt, Simone Demandt, Andrea Esswein, Alexander Horn, Herbert A. Jung, Ingo Lehnhof, Gerd Lind, Margarete Lindau, Jonas Lundius, Eyal Pinkas, Caro Suerkemper, Konstantin Weber, Suse Wiegand

Fotos: Anton Ritzhaupt

Kunstkauf für Alle! Nach dem großen Erfolg der ersten Ausgabe schlüpft Port25 – Raum für Gegenwartskunst, sonst bekanntlich ein Ausstellungshaus mit Fokus auf kuratorische Aspekte und Vermittlung, auch in diesem Jahr für kurze Zeit in die Rolle eines kommerziellen Galeriebetriebes: Für knapp vier Wochen bieten wir ausgewählte künstlerische Arbeiten explizit zum Kauf an! Präsentiert werden Werke von Künstler*innen, die dem Haus in besonderer Weise verbunden sind und zumeist bereits hier ausgestellt haben.

Jede Sammlung hat mit einem ersten Werk begonnen. Gekauft wurde es aus dem Wunsch heraus, dieses Werk zu besitzen, im Idealfall auch um mit ihm Zeit zu verbringen. Wer sich für ein Kunstwerk begeistert, lässt sich von einer Leidenschaft leiten, die gelegentlich zur Begehrlichkeit führt. Der Erwerb des Ersehnten bedeutet oftmals eine langlebige und beglückende Beziehung, aus der nicht selten neues Wissen und unverhoffte Erkenntnisse hervorgehen. Man vertieft sich in die erworbene Arbeit, eignet sich nach und nach weitere Kenntnisse an, stellt Bezüge zu anderen Arbeiten der Künstler*in her, zu Zeitgenossen und gegebenenfalls zu philosophischen oder gesellschaftlichen Fragestellungen. Und manchmal steht die Liebe zu einem Werk am Anfang einer Sammlung. Gute Kunst ist vieles, aber mit Sicherheit keine Frage des Preises. Wir haben Zeichnungen, Malereien, Collagen, Fotografien und Objekte mit Verkaufspreisen zwischen 100 und 5.000 Euro ausgewählt, die alle das Potential haben, lebenslange Begleiter zu werden.

Durch die Verkaufsausstellung fördert Port25 die teilnehmenden Künstler*innen auf direkte Weise: 80 Prozent des Erlöses gehen an die Künstler*innen!

     © PORT25  

Hafenstraße 25-27   68159 Mannheim   Tel. 0621 33934397

Mi — So 11 – 18 Uhr

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