Margret Eicher 

 

 

Fotos: Margret Eicher, „Architektur ist Ornament“;  „Fashion Patterns“; „Kissen“; „Ornament (Lippizaner)“. © Margret Eicher und VG Bild-Kunst, Bonn 2017

In der Ausstellung „Common Cause“ wird erstmalig ein Überblick über die gemeinsamen Projekte der beiden Künstlerinnen Simone Demandt und Margret Eicher gegeben. Im Zentrum steht die Entwicklung der aktuellen Produktion „Planet Museum“. Mit „Planet Museum“ richten die Künstlerinnen ihren Blick erneut auf die vielfältige Präsentation und Vermittlung von aktueller Kunst, diesmal idealerweise weltweit. „Planet Museum“ geht aus einem Projektvorschlag der Künstlerinnen für die documenta 11 hervor und initiiert in seiner aktualisierten Form eine global wirksame, medienbasierte Reise zur gegenwärtig praktizierten Auswahl und Präsentation von bildender Kunst.

 

Den Arbeiten der beiden Künstlerinnen gemein ist der Bezug zur Präsenz und Macht des Bildes als Vermittler von Werten, Idealen oder Ansichten. Eicher und Demandt verbinden ihre Arbeitsweisen bereits seit dem Jahr 2000 durch gemeinsame Projekte. Beispielsweise forderten sie in der Staatsgalerie Stuttgart sowie im Stadtraum Stuttgart mit dem Projekt „Sehen Sie! Sehen Sie?“ zum genauen Hinsehen und zum Reflektieren des Gesehenen und zu Sehenden auf. Ihre künstlerische Intervention „let me be your supervisor“ verknüpfte im Jahr 2015 das aktuelle Thema der permanenten Überwachung mit der Frage nach den Machtverhältnissen innerhalb des Kunstbetriebes. 

 

Neben der retrospektiven Sicht auf die künstlerische Kollaboration deutet „Common Cause“ auf die jeweils eigene künstlerische Haltung von Demandt oder Eicher, indem beispielhaft Arbeiten aus einer ihrer aktuellen Werkgruppen gezeigt werden.

 

Die Konzeptkünstlerin Margret Eicher ist für Ihre großformatigen Tapisserien bekannt, in denen sie die barocke Form höfischer Bilderteppiche mit der Bildsprache heutiger Informationsmedien verbindet. Sie komponiert opulente Szenerien mittels digitaler Collage. So verbindet sie gegenwärtige Bildwelten unterschiedlicher Genres wie Politik, Propaganda, Lifestyle, Porno oder Krieg mit historischer Bildsprache und tradierten historischen Motiven. Auf diese Weise verknüpft sie die Pop- mit der sogenannten Hochkultur, die auch in der Wahl des monumentalen Ausgabemediums ihren Ausdruck findet. Die Produktion der Tapisserien erfolgt mittels eines dateigestützten Webverfahrens in einer belgischen Weberei. Somit verweist auch die Produktion auf das Ursprungsland der Tapisserie. Das Zitat der Tapisserie – in der Kunstgeschichte aristokratisches Symbol für Reichtum, Macht und Bildung – verdichtet die Frage nach der politischen Wirkungsmacht der Bildkommunikation.

 

Zur Website der Künstlerin hier.

 

Bilder: Ausstellungsansicht fotografiert von Simone Demandt

     © PORT25  

Hafenstraße 25-27   68159 Mannheim   Tel. 0621 33934397

Mi — So 11 – 18 Uhr

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