Roman Bezjak 

* 1962 in Jugoslawien

lebt in Hamburg

Nach dem verheerenden Erdbeben von 1966 setzten Stadtplaner in Taschkent ihre Vision
einer neuen Stadt als Symbol sowjetischer
Modernität in Asien um. Architekten und 

Baukünstler zeigten ihre Fähigkeiten in der Ausschmückung der Fassaden und verbanden
dabei bautechnische Anforderungen mit lokalen Traditionen. 

 

In der Serie „Taschkent“ arbeitet Roman Bezjak zum einen mit Stadtansichten, um die urbane Situation zu veranschaulichen, zum anderen entstehen Detailaufnahmen. Isolierte Giebel-
oder Fassadenausschnitte präsentiert er in zahlreichen Varianten, teilweise in Dip-
tychen oder Triptychen zueinander gestellt. Die Form des Baukörpers interessiert Roman Bezjak ebenso wenig, wie die Beachtung von stürzenden Linien oder von strengen Vertikalen: bewusst ignoriert er kanonische Vorgaben der Architekturfotografie. Dadurch ist es möglich die Fotografien auf ähnliche Weise zu betrachten, wie die Gebäude in ihrem städtischen Kontext, nämlich aus der beiläufigen Perspektive des Passanten. Dieser sieht in den strengen Rhythmisierungen von Vertikalen und Horizontalen, den Rasterungen und Wiederholungen, ebenso wie in den Brüchen und Irritationen, vielleicht auch eine abstrakte Bildkompositionen, die sich aus dem architektonischen Kontext löst.

 

Roman Bezjak studierte Fotodesign, arbeitete für die FAZ und veröffentlichte in Magazinen. Seine 

Arbeiten zur sozialistischen Moderne waren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen und wurden als 

Fotobücher publiziert. Er ist Dekan des Fachbereichs Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld. 

Fotos: Toni Montana, Konstantin Weber, Leon Etienne

     © PORT25  

Hafenstraße 25-27   68159 Mannheim   Tel. 0621 33934397

Mi — So 11 – 18 Uhr

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