Seiichi Furuya 

Die Fotografien des in Japan geborenen Seiichi Furuya verweisen stets auf das Verhältnis von individueller und politischer Geschichte und berühren so unser Verständnis von Zeitgenossenschaft und Erinnerung. Mit seinen sehr persönlichen Aufnahmen, die er bis heute in vielzähligen, immer wieder aufs Neue editierten Fotobüchern publiziert, ordnet er private und öffentliche Vergangenheit. Der Rückblick erfolgt mit zunehmender Distanz auf das Erlebte und Gesehene. Aus der zuletzt getroffenen 44-teiligen Auswahl „Gravitation“, die bereits in den Technischen Sammlungen Dresden und kürzlich in der Galerie Thomas Fischer, Berlin, zu sehen war, zeigt Port25 – Raum für Gegenwartskunst anlässlich der OFF//FOTO eine Zusammenstellung von 13 Fotografien, die zwischen 1983 und 1994 entstanden sind. In dieser Zusammenschau von Sujets, die auf den ersten Blick banal erscheinen, prägen sich dennoch signifikante Bilder ins eigene Bildgedächtnis ein. Es sind starke Bilder, die paradoxerweise gerade durch ihre scheinbare Bedeutungslosigkeit ein besonderes Gewicht bekommen.

 

Seiichi Furuya (*1950 in Izu, Japan) verließ Japan 1973. 1980 war er Mitbegründer der Zeitschrift „Camera Austria“ und hat die österreichische Fotografieszene entscheidend mitgeprägt, sowie durch zahlreiche Ausstellungen japanischer Fotografie einen lebendigen Austausch zwischen Österreich und seinem Herkunftsland Japan hergestellt. In Anerkennung seines fotografischen Werkes und der von ihm herausgegebenen Fotografiebände erhielt er 1994 den Camera Austria-Preis für zeitgenössische Fotografie der Stadt Graz, wo er heute überwiegend lebt und arbeitet. 

 

     © PORT25  

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