Suse Wiegand 

* 1958 in Düsseldorf

lebt in Düsseldorf

 

Im täglichen Leben sind wir von Dingen und Waren umgeben. Wir produzieren sie und gebrauchen sie, aber wir stellen sie uns auch vor und begehren sie. Wir erlernen Dinge zu gebrauchen und erinnern uns an sie. Sie sind nicht nur Hilfsmittel, sondern bestimmen unser Wünschen, unser Empfinden und unser Erinnern. Suse Wiegand arbeitet mit dem Nachleben dieser Dinge, die, obwohl von ihrer ursprünglichen Funktion entbunden, mit Tätigkeiten und Eigenschaften verbunden sind.

 

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Bilder des
Wohnens“ ergründet Suse Wiegand Strukturen
des Durchlassens und Zurückhaltens. Die alltägliche Transformation der Dinge führt sie anhand des Siebe(n)s auf medialer Ebene fort. Eine erste Bestandsaufnahme, das Durchblättern des Bildarchivs einer Digitalkamera, modifiziert sie zum Bewegtbild auf einem Monitor. In einem weiteren Schritt entsteht ein Glossar, in dem die Künstlerin das Sujet weiter aussiebt und verdichtet. Die abschließende Transformation erhält die Arbeit im Ausstellungsraum. Auf einer weißen Fläche, die, wie umgestoßen, das Maß der freistehenden Wände des Raumes aufnimmt, schichtet sie Strukturen, die an Grundrisse und Aufrisse von Gebäuden oder Parkanlagen erinnern. 

 

Suse Wiegand studierte an der Hochschule der Künste in Berlin. Sie erhielt zahlreiche Stipendien, verbunden mit Auslandsaufenthalten u.a. in London und Glasgow. Ihre Arbeiten wurden in In-und Ausland gezeigt. Sie lehrt als Professorin für Raum, Plastik und Objekt im Fachbereich Gestaltung an der Fachhochschule Bielefeld.

Fotos: Toni Montana, Konstantin Weber, Leon Etienne

     © PORT25  

Hafenstraße 25-27   68159 Mannheim   Tel. 0621 33934397

Mi — So 11 – 18 Uhr

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