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Myriam Holme — ein kräftiger hauch​

27.11.2021 - 20.02.2022 

Eröffnung am Freitag 26. November, 19 Uhr

Myriam Holme hat im PORT25 – Raum für Gegenwartskunst eine ebenso stille und poetische wie kraftvolle Materialmalerei installiert, in der die Grenzen zwischen den Medien und Gattungen verschwimmen.

 

Raum und Zeit, diese scheinbar festen Größen, sind in Myriam Holmes Installation nicht mehr festzumachen. Alles scheint im Fluss, der Raum wird Teil der Malerei, die Malerei gestaltet den Raum, alles ist Material und wird in der Installation zu einer vorübergehenden Form gefügt. Das Bild ist von der Bindung an das So-und-nicht-anders befreit, und die Betrachterinnen und Betrachter stehen nicht vor dem Bild, sie sind mitten drin in der Malerei.

 

Holmes Installation ist ein sinnliches Erlebnis und eine Herausforderung an die Wahrnehmung. In ihrer raumgreifenden Materialmalerei, umgeben von den optischen und haptischen Reizen der unterschiedlichsten Materialien, wie schimmernden Schlagmetallen, funkelndem Glas oder spiegelndem Aluminium, werden die Betrachterinnen und Betrachter Teil einer begehbaren Malerei, einer fast „barocken“ Inszenierung.

 

Das ist poetisch und überwältigend, zugleich werden elementare Fragen der Malerei aufgeworfen. Als Übergang ins Bild fungiert dabei eine Klanginstallation auf der langen Treppe zur Ausstellungshalle. Der Raum wird gewissermaßen zur Landschaftsmalerei, zum Bild einer Landschaft, die nach dem Regen in verzauberter Klarheit glitzert. Es ist ein vorbegriffliches Bild und gleichzeitig eine Frage, weniger eine Antwort der Malerei.

 

Erstmals werden auch Myriam Holmes „Künstlerbücher“ gezeigt. Seit etwa acht Jahren malt und zeichnet Holme in ihre 2010 im Kerber Verlag erschienenen Kataloge. Auf den Abbildungsseiten nimmt sie Formen weg und fügt neue hinzu, jede Seite ist ein Gedankenspiel, eine Überlegung des Waswärewenn. Zugleich sind diese übermalten Bücher auch eine Art Skizzenbuch, in dem Ideen durchgespielt werden. Die Bücher werden im Kabinett präsentiert und bei ausgewählten Führungen sowie beim Künstleringespräch darf auch geblättert und die Vielfalt der Möglichkeiten entdeckt werden.

 

Myriam Holme, *1971 in Mannheim, lebt und arbeitet in Mannheim. Sie ist Preisträgerin u. a. des Art Karlsruhe Preises 2019 und des Sparda Kunstpreises 2017.

Zur Ausstellung erscheint die Editionregengemenge“, 2021,
Auflage 3 + 2 AP, Digitaldruck auf Alu-Dibond, 23,5 x 40 cm.

Verfügbar vor Ort oder in unserem Online-Shop.

Zur Website der Künstlerin hier.

Unterstützt von supPORTer e. V. und der Stiftung Kunstfonds im Rahmen des Bundesprogramms NEUSTART KULTUR.

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Harte Zeiten / Ciężkie Czasy

Harte Zeiten / Ciężkie Czasy II
25.09. — 07.11.2021, Eröffnung am 24. September, 19 Uhr

Elisabeth Bereznicki (DE), Isa Dahl (DE), Marta Filipiak i Łukasz Owczarzak (PL), Piotr Grodzki (PL), Jan Jansen (DE), Ulrika Jäger (DE), Krzysztof Nowicki (PL), Grzegorz Pleszyński (PL), Stefanie Reling-Burns (DE), Marta Szymielewicz (PL).

Harte Zeiten / Ciężkie Czasy ist ein deutsch-polnisches Projekt, das mit Ausstellungen, Atelierbesuchen und einem Symposium auf Dialog und Austausch ausgerichtet ist. Dahinter steht der Wunsch, in Zeiten, in denen das politische und gesellschaftliche Klima spürbar rauer wird, die gemeinsamen europäischen Werte vor dem Hintergrund humanistischer Traditionen als Gegengewicht zu betonen. Kunst ist immer ein Spiegel der Gesellschaft.

 

Darüber hinaus wirft die Kunst aber auch Fragen auf oder regt zur Reflektion an, zum Beispiel über die Frage, wie wir als Individuen ebenso wie als Gesellschaft die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft bewältigen können. Die 20 beteiligten Künstlerinnen und Künstler greifen das Thema Harte Zeiten / Ciężkie Czasy in ihren Werken ganz unterschiedlich auf – die Themen reichen von Vereinzelung, Identitätssuche und sozialen Gruppen über Heimat, Europa und Umweltzerstörung bis hin zum Umgang mit Informationen oder dem gesellschaftlichen Wandel. Ausgewählt wurden die Künstlerinnen und Künstler über offene Ausschreibungen. Die Ausstellungen und die begleitenden Veranstaltungen sind auch eine Gelegenheit, die Kontakte zwischen Institutionen und Künstlerinnen und Künstlern in Bydgoszcz und Mannheim, die seit 30 Jahren eine Städtepartnerschaft haben, auszubauen und die deutsch-polnische Zusammenarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln. 

Harte Zeiten / Ciężkie Czasy ist eine Kooperation der Galeria Miejska bwa in Bydgoszcz, des Künstlerbundes Baden-Württemberg und des PORT25 – Raum für Gegenwartskunst in Mannheim. Die Ausstellungen finden parallel im PORT25 - Raum für Gegenwartskunst in Mannheim und in der Galeria Miejska bwa in Bydgoszcz statt. Nach dem ersten Teil tauschen die Ausstellungen die Präsentationsorte – die in Mannheim gezeigte Ausstellung wird in Bydgoszcz präsentiert, während die in Bydgoszcz gezeigte Ausstellung nach Mannheim reisen wird. Insgesamt 20 Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Werke im Projekt. 

Ein dreisprachiger Katalog wird am Ende des Projekts veröffentlicht. 

Das Projekt Harte Zeiten / Ciężkie Czasy steht unter der Schirmherrschaft des Mannheimer Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz und des Stadtpräsidenten von Bydgoszcz, Rafał Bruski

Zum SYMPOSIUM HARTE ZEITEN / CIĘŻKIE CZASY geht es hier.

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- Harte Zeiten / Ciężkie Czasy II 

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Harte Zeiten
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sowie

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Partner von Harte Zeiten / Cięžkie Czasy

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Harte Zeiten / Ciężkie Czasy


Harte Zeiten / Ciężkie Czasy I
31.07. — 12.09.2021, Eröffnung am 30. Juli, 19 Uhr

Julia Braciszewska (PL), Tomasz Dobiszewski (PL), Kuba Elwertowski (PL), Uwe Ernst (DE), Martina Geiger-Gerlach (DE), Sophie Innmann (DE), Tanja Niederfeld (DE),  Dorota Ścisła (PL), Katinka Theis (DE), Sebastian Trzoska (PL). 

Harte Zeiten / Ciężkie Czasy ist ein deutsch-polnisches Projekt, das mit Ausstellungen, Atelierbesuchen und einem Symposium auf Dialog und Austausch ausgerichtet ist. Dahinter steht der Wunsch, in Zeiten, in denen das politische und gesellschaftliche Klima spürbar rauer wird, die gemeinsamen europäischen Werte vor dem Hintergrund humanistischer Traditionen als Gegengewicht zu betonen. Kunst ist immer ein Spiegel der Gesellschaft.

 

Darüber hinaus wirft die Kunst aber auch Fragen auf oder regt zur Reflektion an, zum Beispiel über die Frage, wie wir als Individuen ebenso wie als Gesellschaft die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft bewältigen können. Die 20 beteiligten Künstlerinnen und Künstler greifen das Thema Harte Zeiten / Ciężkie Czasy in ihren Werken ganz unterschiedlich auf – die Themen reichen von Vereinzelung, Identitätssuche und sozialen Gruppen über Heimat, Europa und Umweltzerstörung bis hin zum Umgang mit Informationen oder dem gesellschaftlichen Wandel. Ausgewählt wurden die Künstlerinnen und Künstler über offene Ausschreibungen. Die Ausstellungen und die begleitenden Veranstaltungen sind auch eine Gelegenheit, die Kontakte zwischen Institutionen und Künstlerinnen und Künstlern in Bydgoszcz und Mannheim, die seit 30 Jahren eine Städtepartnerschaft haben, auszubauen und die deutsch-polnische Zusammenarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln. 

Harte Zeiten / Ciężkie Czasy ist eine Kooperation der Galeria Miejska bwa in Bydgoszcz, des Künstlerbundes Baden-Württemberg und des PORT25 – Raum für Gegenwartskunst in Mannheim. Die Ausstellungen finden parallel im PORT25-Raum für Gegenwartskunst in Mannheim und in der Galeria Miejska bwa in Bydgoszcz statt. Nach dem ersten Teil tauschen die Ausstellungen die Präsentationsorte – die in Mannheim gezeigte Ausstellung wird in Bydgoszcz präsentiert, während die in Bydgoszcz gezeigte Ausstellung nach Mannheim reisen wird. Insgesamt 20 Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Werke im Projekt. 

Ein dreisprachiger Katalog wird am Ende des Projekts veröffentlicht. 

Das Projekt Harte Zeiten / Ciężkie Czasy steht unter der Schirmherrschaft des Mannheimer Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz und des Stadtpräsidenten von Bydgoszcz, Rafał Bruski

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Lichtecht

 

Edgar Lissel & Claus Stolz

20.03. — 20.06.2021

Was ist eigentlich Fotografie? Unter anderem dieser Frage gehen Edgar Lissel und Claus Stolz nach. Beide erkunden auf ganz unterschiedlichen Wegen die Grundidee und die Grenzen des Fotografischen und verbinden dabei medienarchäologische Ansätze mit zeitgenössischen Technologien.


Edgar Lissel (*1965 in Northeim, lebt in Wien) verfolgt einen stark konzeptionellen Ansatz. Er baut beispielsweise ganze Wohnräume zur Lochkamera um, sodass das auf dem Kopf stehende Abbild des urbanen Außenraumes auf der Bildfläche mit den Silhouetten des Mobiliars im Innenraum verschmilzt. Oder er bedient sich biologischer Phänomene, indem er bestimmte lichtsensible Bakterien im Entstehungsprozess von Bildern einsetzt. Der Wachstumsprozess dieser Bakterienkolonien macht Abbilder sichtbar, die nicht reproduzierbar wären, da sie gewissermaßen unter Anleitung des

Künstlers durch das Zusammenspiel von Licht, Zeit, Bewegung und Raum entstanden sind. Dahinter steht eine Befragung der fotografischen Bildprozesse innerhalb derer Edgar Lissel jene Distanz zwischen sich selbst und dem fotografischen Ereignis aufhebt, die sich durch die Verwendung etwa einer Kamera ergeben würde.


Während Edgar Lissel so eine begreifbare Nähe und Unmittelbarkeit zum fotografischen Bild aufzeigt, überbrückt das Bild bei Claus Stolz (*1963 in Mannheim, lebt ebd.) bisweilen unvorstellbare Entfernungen: In seinen „Sunburns“ steht nichts, außer einer Linse, die das Sonnenlicht bündelt, zwischen der Lichtquelle und dem fotografi schen Material. Ein über rund 150 Millionen Kilometer ausgedehnter Vorgang wird in seiner mikroskopischen Auswirkung sichtbar. Das ist eine radikale Form der analogen Fotografie, bei der der Künstler den kontrollierten Zufall plant, den Prozess startet, beobachtet und stoppt. Claus Stolz hat sich fotografi schen Materialexperimenten verschrieben, die der Fotografi e immanente Abbildungsfunktion ist für ihn ein Nebenaspekt. Dieser allerdings kommt in seiner Serie „Kammerspiel“ zum Tragen: was wie präzise scharf fotografi erte, leuchtend farbige Blüten vor dunklem Grund erscheint, entpuppt sich als bizarre Stilleben-Arrangements.

Die Ausstellung wird im Rahmen des Impulsprogramms „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Wüttemberg gefördert und unterstützt durch:

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 digitaler Rundgang 

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Deltabeben

 

29. November 2020 — 28. Februar 2021
digitale Eröffnung: 12. Dezember 2020

Deltabeben. Regionale 2020

In Kooperation mit der Kunsthalle Mannheim und dem Kunstverein Mannheim

Arthur Bauer, Lucia Dominguez Madeira, Yulong Lin, Ulises Morales Lamadrid, 

Miriam Stanke, Jutta Steudle, Stefan Wäldele, Helena Walter, Konstantin Weber

29. November 2020 — 28. Februar 2021

digitale Eröffnung: 12. Dezember, um 17 Uhr.

Alle zwei Jahre und 2020 bereits zum sechsten Mal, findet – abwechselnd in Mannheim und Ludwigshafen – das „Deltabeben“ statt: Ein gemeinsames Ausstellungsprojekt der Institutionen für zeitgenössische Kunst. Mittlerweile ist es zu einer fortlaufenden Überblicksschau zur Kunst in der Metropolregion Rhein-Neckar Region avanciert, die die künstlerische Vielfalt immer wieder aufs Neue zeigt und dokumentiert. Die teilnehmenden Künstler*innen kommen aus allen Teilen der Region zwischen Mannheim, Mainz, Heidelberg und Karlsruhe. Ihr Spektrum reicht von Fotografie, Malerei, skulpturalen und installativen Arbeiten bis zur Video- und Performancekunst. Bewerben kann man sich für die Teilnahme nicht, sondern ein wechselndes Expertenteam aus der Kunstszene wird gebeten, jeweils zwei Künstler*innen vorzuschlagen. Es gibt keine Altersbeschränkung, allerdings sollten die Künstler*innen ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in der Region haben, denn das „Deltabeben“ dient auch dem Austausch und der Vernetzung zwischen den einzelnen kleineren Kunstszenen der Region. „Deltabeben. Regionale 2020“ zeigt einmal mehr, wie urban und vielfältig die Metropolregion Rhein-Neckar mit ihren Künstler*innen und ihrer Kunst ist.

 

Ulises Morales Lamadrid mit Kunstpreis ausgezeichnet
 

Wir freuen uns sehr, dass die Jury des Deltabeben 2020-Preises sich für Ulises Morales Lamadrid entschieden hat!

Ulises Morales Lamadrid (*1966 Havanna/Kuba) beobachtet und sammelt – Eindrücke, Informationen, Bilder. Aus diesem Fundus hat er eine Art Ikonografie entwickelt, mittels derer er auf ebenso versponnen-poetische wie bisweilen humorvolle aber stets wirkmächtige Weise gesellschaftliche Normen, Handlungsmuster und Stereotype in Frage stellt. Für Lamadrid ist Kunst immer ein Spiegel der Realität. Mittels seiner Malerei, seiner Zeichnungen oder seiner Installation und einer Motiv- und Bildsprache, die deutlich in der kubanischen Kultur verwurzelt ist, erzählt er von weltweit anzutreffenden Schemata zwischenmenschlicher Beziehungen sowie toxischen Machtverhältnissen und Handlungsweisen.

Ulises Morales Lamadrid zählt in Kuba zu den arriviertesten Künstlern der Gegenwart.Nach seinem Kunststudium an der Universidad de la Habana war er an zahlreichen internationalen Ausstellungen beteiligt. 2011 war er „International Artist in Residence“ der Villa Waldberta, Internationales Künstlerhaus München, 2015 Stipendiat in den Botnik Studios, Göteborg/Schweden. Aus privaten Gründen ist Lamadrid vor knapp zwei Jahren in die Metropolregion Rhein-Neckar gezogen.

Beim Deltabeben. Regionale 2020 werden Ulises Morales Lamadrids Werke im PORT25 – Raum für Gegenwartskunst ausgestellt. Dieser Teil der Ausstellung ist bis zum 28.2.2021 verlängert.

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Positionen erweiterter Malerei
Crisis? What Crisis?

 

Doris Erbacher, Martin Gerwers,
Sophie Innmann, Jonas Maas, Franziska Reinbothe

19. September – 08. November 2020

Eröffnung am 18. September 2020 — 19 Uhr 

Mit zuverlässiger Regelmäßigkeit wird seitens der Kritiker*innen und Kurator*innen die Krise der Malerei heraufbeschworen. Die Künstler*innen indes malen einfach weiter, von Krise keine Spur. Dabei sind die Grenzen des tradierten Tafelbildes schon lange überschritten, die Malerei greift aus in den Raum, sie wird zum Objekt, zur Installation, zur freigesetzten Farbe. Auch des Pinsels bedarf es nicht unbedingt, denn schließlich hat jedes Material bereits eine Farbe und eine Struktur, also malerische Werte. In der Ausstellung werden künstlerische Positionen gezeigt, die abstrakte oder gegenstandslose Ansätze verfolgen und die durch unterschiedliche Strategien den Raum sondieren.

 

Doris Erbacher lotet ähnlich wie Martin Gerwers das Verhältnis von Farbe, Form, Licht und Raum aus. Beide führen ihre Bildträger bisweilen zur dreidimensionalen Skulptur, und in jedem Fall sind sich aktiv im Raum bewegende Betrachter*innen gefordert. Erst aus verschiedenen Blickwinkeln und mit dem Spiel von Licht und Schatten erschließt sich das eigentlich Malerische. Jonas Maas kombiniert rechteckige Module zu einem Bild, das mit Abstandshaltern eher vor als an der Wand hängt. Dabei bleiben zwischen den einzelnen Tafeln Freiräume – Bild und Wand greifen ineinander. Franziska Reinbothe geht in dem Moment, in dem das Bild fertig wäre, noch einen Schritt weiter: Sie zerbricht oder zersägt den Keilrahmen, faltet oder vernäht die Leinwand und gibt dem Bild so eine neue, oft skulpturale Form. 

Sophie Innmann arbeitet meist ortsspezifisch und macht den Raum zum integralen Bestandteil ihrer Arbeiten. Zufall, die Spuren menschlichen Handelns sowie Zeit sind oftmals bestimmende Faktoren ihrer Werke.

 

In all diesen Arbeiten verschwimmen die Gattungsgrenzen, immer spielt das Verhältnis Fläche – Raum – Betrachter eine zentrale Rolle. Und doch stehen malerische Fragestellungen im Vordergrund.

 

Doris Erbacher, *1953, lebt und arbeitet in Heidelberg und Mannheim. Erbacher studierte 1974-80 an der Staatlichen Kunstakademie Stuttgart, 1986-91 leitete sie den Kunstraum Erbacher in Mannheim, von 1992 bis 2009 lebte sie als Künstlerin und Filmemacherin in Berlin.

Martin Gerwers, *1963 lebt und arbeitet in Düsseldorf. Gerwers studierte 1984-89 Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule Aachen und anschließend 1989-93 an der Kunstakademie Düsseldorf. 2015 bis 2018 hatte er eine Gastprofessur an der Universität der Künste Berlin.

Sophie Innmann, *1986 lebt und arbeitet in Karlsruhe und überall auf der Welt, da ihre Arbeiten meist vor Ort entstehen. 2007 bis 2014 studierte sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

Jonas Maas, *1985 lebt und arbeitet in Düsseldorf, 2010-14 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf.

Franziska Reinbothe, *1980 lebt und arbeitet in Leipzig, 2005 bis 2013 studierte sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.